US-Repräsentantenhaus gibt 36,5 Milliarden Dollar für Hilfen frei

Einstellen Kommentar Drucken

(Reuters) - Das US-Repräsentantenhaus hat am Donnerstag Katastrophenhilfen im Umfang von 36,5 Milliarden Dollar für die von den jüngsten Wirbelstürmen besonders stark getroffenen Gebiete bewilligt. 353 Abgeordnete votierten am Donnerstag in Washington für die Freigabe der Hilfsgelder. Es wird damit gerechnet, dass der Senat in den kommenden Wochen nachzieht. Die Vorlage sieht 18,7 Milliarden Dollar für die US-Katastrophenschutzbehörde Fema und 16 Milliarden Dollar für das nationale Hochwasserversicherungsprogramm vor.

Die Öffentliche Hand Puerto Ricos sitzt auf einem 72 Milliarden Dollar hohen Berg an Schulden.

US-Präsident Donald Trump war wiederholt vorgeworfen worden, dass er Puerto Rico bei der Bewältigung der Katastrophe nicht genügend helfe. Zuvor hatte er auf Twitter hervorgehoben, dass die Infrastruktur des US-Außengebietes schon vor dem Hurrikan ein "Desaster" gewesen sei.

Paul Ryan, der Vorsitzende des Repräsentantenhauses, betonte nach dem Votum: "Wir müssen den Menschen von Puerto Rico beistehen, die gerade ihre Gemeinden wieder aufbauen". Auch den Opfern der Stürme "Harvey", "Irma" und "Nate" sowie der gegenwärtigen Brände in Kalifornien müsse geholfen werden, erklärte der Republikaner.

Für die Opfer der Stürme Harvey und Irma in den Bundesstaaten Texas und Florida waren im vergangenen Monat bereits 15 Milliarden Dollar bewilligt worden. Im Mai beantragte die Insel mit 3,4 Millionen Einwohnern daher eine Art Insolvenz.

Comments