Junge Union fordert Neuanfang ohne Seehofer

Einstellen Kommentar Drucken

So steht es in einer Erklärung von Bayerns Junger Union (JU), die am Wochenende auf der Landesversammlung der CSU-Jugend im fränkischen Erlangen beschlossen werden soll. Der CSU-Nachwuchs verlangte auf seiner Landesversammlung in Erlangen mit großer Mehrheit "einen geordneten Übergang an der Spitze der Staatsregierung".

"Für einen Erfolg bei der Landtagswahl im kommenden Jahr braucht es einen glaubwürdigen personellen Neuanfang", heißt es in dem Antrag der Jungen Union wörtlich. Dafür müsse der Ministerpräsident weichen, "bei allen Verdiensten, die sich Horst Seehofer zweifellos in vielen Jahrzehnten für die CSU, Bayern und Deutschland erworben hat". Es wird davon ausgegangen, dass die rund 380 Delegierten - knapp 300 davon sind stimmberechtigt - bei der Aufarbeitung des historisch schlechten Abschneidens der CSU auch auf die seither laufende Personaldebatte über die Zukunft von Parteichef Horst Seehofer eingehen werden.

Für ihn ist der angebliche Grund "sehr unglaubwürdig, schließlich ist unser Spitzenkandidat Joachim Herrmann ja auch da".

Zuvor will am Samstag auch Seehofer selbst in Erlangen sprechen.

David Stiegler (20) aus Memmingen hat auch schon den Nachfolger parat: "Als Spitzenkandidat für die Landtagswahl 2018 führt kein Weg an Markus Söder vorbei".

Statt Scheuer wird jetzt am Samstag um 11 Uhr der stellvertretende Parteivorsitzende Manfred Weber zu den Gästen sprechen und mit ihnen über das Ergebnis der Bundestagswahl diskutieren.

JU-Landeschef Hans Reichhart will wieder antreten und dürfte bei der Wiederwahl keine Probleme bekommen, denn einen Gegenkandidaten gibt es bislang nicht. Söder ist - wie bei jeder Versammlung der JU in den vergangenen Jahren - am Sonntagvormittag als Redner geladen.

Comments