US-Klimabericht widerspricht Donald Trump

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Nach Auswertung Hunderter Studien gibt es für die globale Erwärmung keine "alternative Erklärung" als menschliche Aktivitäten. Trotzdem hat ihn US-Präsident Donald Trump, der den Klimawandel vor seiner Wahl wiederholt als "Erfindung" bezeichnet hat, weder blockiert noch entschärfen lassen - anders als von zahlreichen Wissenschaftlern befürchtet.

Angesichts solcher starker Formulierungen und der offenen Widersprüche gilt es als bemerkenswert, dass die Trump-Regierung anscheinend nicht einmal Versuche unternommen hat, die wissenschaftlichen Erkenntnisse im Report abzumildern. Das ist aber nicht geschehen.

In dem Bericht wird unter anderem vor einem möglichen Anstieg der Meeresspiegel um bis zu gut 2,40 Meter bis zum Jahr 2100 gewarnt. Auch listet der Report die Schäden auf, die als Folge der globalen Erwärmung bereits in den USA entstanden seien.

"Es ist extrem wahrscheinlich, dass menschlicher Einfluss die dominante Ursache der seit Mitte des 20. Jahrhunderts beobachteten Erwärmung ist", heisst es im 2000 Seiten umfassenden mehrteiligen Dokument. Kurz zuvor haben nun 13 US-Behörden einen Klimareport veröffentlicht, der nicht nur düstere Szenarien zum Klimawandel beinhaltet, sondern damit auch auf Konfrontationskurs zur offiziellen Position der US-Regierung geht. In den vergangenen Jahren habe es zudem "rekordbrechende Wetter-Extreme" gegeben, die mit dem Klima zusammenhingen.Sie verweisen auf die Folgen des Klimawandels, die die USA längst betreffen: extremere Hitze und Regenfälle sowie mehr große Wald- und Buschbrände im Westen des Landes, größere Dürre im Südosten, häufigere Überschwemmungen im mittleren Westen. Über 25 Küstenstädte seien immer öfter Überflutungen ausgesetzt. Schon heute würden die Konsequenzen der klimatischen Veränderungen täglich sichtbar, mahnte der Papst in seiner Rede bei der Welternährungsorganisation FAO vor drei Wochen. Es könnten neue Klimalagen entstehen, "die sich sehr von den in der jüngeren Vergangenheit unterscheiden".

Erstellt wurde der Report von Hunderten Wissenschaftlern in der Regierung und akademischen Welt. "Dieser Report sagt, was die Wissenschafter wollen".

Nichtsdestotrotz kommentierte das Weiße Haus den Bericht und versuchte, seine Aussagekraft herunterzuspielen. Er wies darauf hin, dass das Ausmaß des künftigen Klimawandels stark von "andauernden Ungewissheiten über die Sensibilität des Klimas" für Treibhausgas-Emissionen abhänge.

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