IT-Spezialisten dringend gesucht: 55.000 freie Stellen in deutschen Firmen

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Die Zahl der offenen Stellen für IT-Spezialisten in Deutschland ist 2017 im Vorjahresvergleich um acht Prozent auf 55.000 gestiegen.

Mehr als die Hälfte der Unternehmen aus der IT- und Telekommunikationsindustrie (ITK) erwartet, dass sich der Fachkräftemangel in Zukunft weiter verschärfen wird. Das sind 2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Hier werden 31.500 IT-Spezialisten gesucht.

Derzeit wären 55.000 Stellen für IT-Fachkräfte unbesetzt.

So viele offene Stellen für IT-Spezialisten wie in diesem Jahr gab es in den vergangenen zehn Jahren noch nie. Bei den Anbietern von Telekommunikationsdiensten sind es nur noch 700. In der ITK-Branche sind Software-Entwickler mit Abstand am stärksten gefragt. Hier werden vor allem Software-Entwickler dringend benötigt (63 Prozent der vakanten Stellen).

Dank Themen wie Cloud, Industrie 4.0 und IT-Sicherheit wird der Bedarf an Computerfachleuten weiter steigen. Stärker gefragt als im Vorjahr sind auch Entwickler für Social Media (41 Prozent, + 10 Punkte), Apps und mobile Webseiten (38 Prozent, + 2 Punkte) und Sicherheit (28 Prozent, + 8 Punkte). Knapp dahinter liegen Software-Entwickler mit 20 Prozent.

Zudem fehlen aktuell 23.500 IT-Fachkräfte in der IT- und Telekommunikationsbranche. Trotz rückläufiger Tendenz sind Anwendungsbetreuer und Administratoren weiterhin am stärksten gefragt (33 Prozent, - vier Punkte), gefolgt von Software-Entwicklern (30 Prozent, - ein Punkt) und IT-Sicherheitsexperten (20 Prozent, + drei Punkte).

"Software findet sich heute in nahezu jedem Gerät - von Staubsaugern über Autos bis hin zu industriellen Produktionsanlagen. Das erklärt die anhaltend hohe Nachfrage nach Softwareentwicklern quer durch alle Branchen", sagt Berg. "Das zeigt sich unter anderem darin, dass branchenübergreifend immer mehr IT-Sicherheitsexperten gesucht werden".

Digitales Know-how wird auch jenseits des Arbeitsmarkts für IT-Fachkräfte immer wichtiger.

89 Prozent der Unternehmen sind der Meinung, dass Digitalkompetenz künftig ebenso wichtig sein wird, wie fachliche oder soziale Kompetenzen. Sieben Prozent meinen sogar, dass Digitalkompetenz in Zukunft die wichtigste Fähigkeit von Arbeitnehmern sein wird. Berg: "Digitalkompetenz wird in allen Branchen zur Kernkompetenz". Diesen Anforderungen werden laut Berg aber Bewerber sowie Mitarbeiter kaum gerecht. Das berichtet der Digitalverband Bitkom. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, sei es laut Bitkom neben Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zudem notwendig, Frauen in der IT zu stärken. Dies fand der Digitalverband Bitkom anhand einer aktuellen Umfrage heraus. Bei der nach eigenen Angaben repräsentativen Umfrage wurden rund 1.500 Geschäftsführer und Personalverantwortliche von Unternehmen aller Branchen befragt.

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