Paradise Papers: Bono angeblich ahnungslos

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Unter ihnen ist laut Tagesschau.de auch Bono, der Sänger der Band U2. Beim G8-Gipfel 2007 sang er gegen die Armut in der Welt an.

Bono taucht in den "Paradise Papers" auf, weil er das in Malta ansässige Unternehmen "Nude Estate" benutzt hatte, um in ein litauisches Einkaufszentrum zu investieren, bevor es ihr gesamtes Eigentum einem Unternehmen mit Sitz in Guernsey übergab. "Ich habe mich immer dafür ausgesprochen, dass Besitzer von Offshore-Firmen transparent agieren".

Der Frontman der irischen Rockband, der bürgerlich Paul David Hewson heißt, ist einer von vielen prominenten Namen, die bei der Durchsicht der Paradise Papers auftauchen. Das ist an sich kein Verbrechen. Was es brisant macht, ist der Vorwurf, dass die Gewinne des Einkaufszentrums falsch verbucht worden sein. Neben Bono wird u.a. auch der Queen, Apple oder Allianz Steuervermeidung vorgeworfen.

"Aus meiner Sicht, ist das kein Versehen, keine Steuerplanung oder Steuervermeidung, sondern ein grober Verstoß gegen das Steuergesetz", gab die litauische Steuerexpertin Rūta Bilkštytė nach Durchsicht der Paradise Papers an. Steuerexperten schätzen, dass einige zehntausend Euro unterschlagen worden sein könnten. Ihm sollen Anteile an einer Firma gehören, gegen die jetzt wegen Steuerhinterziehung ermittelt werden soll. Die soll im Jahr 2007 das Shopping-Center für 5,1 Millionen Pfund (57,5 Millionen Euro) gekauft haben.

Ein Sprecher von Bono hat ein Fehlverhalten dementiert und sagte dem "Guardian": "Bono war ein passiver Minderheitsinvestor bei Nude Estates Malta Ltd, einem Unternehmen, das legal in Malta registriert wurde, bis es 2015 freiwillig aufgelöst wurde". Sie erwarb ein zehnstöckiges Bürogebäude in Duisburg.

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