Axel Springer legt dank Digitalgeschäft zu - Gewinn fällt schmal aus

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Wie Springer mitteilt, sind die Umsätze in der Zeit von Juli bis September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,3 Prozent auf 859,7 Millionen Euro gestiegen. Wie stark das Digitalgeschäft bei Springer ist, lässt sich aus der Bilanz ebenfalls herauslesen. So beträgt der Anteil am Gesamtumsatz inzwischen 70,4 Prozent. Quartal 2016 hatte er noch bei 67 Prozent gelegen.

So könne man beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie beim bereinigten Ergebnis je Aktie weiterhin von einem Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich ausgehen.

Noch ein Blick auf die einzelnen Segmente: Das Segment "News Media" (bislang: "Bezahlangebote") konnte im Neunmonatszeitraum den Umsatz um 1,9 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro steigern, das EBITDA wuchs massiv um 23,2 Prozent auf 165,1 Millionen Euro. Der bereinigte Konzernüberschuss stieg sogar um 17 Prozent auf 244,4 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 88 Millionen Euro. Gegenüber dem Vorjahreswert - damals hatte Springer knapp 116 Millionen Euro ausgewiesen - ist das ein kleines Plus von 5,3 Prozent. Dieser ging um 48 Prozent auf 46,4 Millionen Euro zurück.

Der Werbemotor bei Axel Springer brummt kräftig. Unter dem Strich sprang für die Aktionäre allerdings deutlich weniger heraus.

Der Konzernumsatz von knapp 860 Millionen Euro (rund sieben Prozent mehr als im Jahr davor) wurde hauptsächlich von den Werbeerlösen im Rubrikengeschäft getragen.

Vorstandschef Mathias Döpfner: "Wir sind in allen operativen Segmenten erneut gewachsen". "Der anhaltende Erfolg von Business Insider sowie die außergewöhnlich gute Entwicklung im Werbemarkt - vor allem bei Bild - haben daran maßgeblichen Anteil".

Das 3. Quartal war für Springer kein Ausreißer. Dank des Digitalwachstums kann der Konzern weiter steigende Umsätze und Gewinne für die ersten neun Monate des Jahres vermelden. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Wachstum von 7 Prozent. Ausgehend von der starken Entwicklung der ersten neun Monate sind wir optimistisch für die verbleibenden Wochen dieses Jahres.

Die im August nach oben geschraubte Prognose bestätigte das Management aber.

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