Kampf gegen Rache-Porno | Nutzer sollen bei Facebook Nackt-Fotos verschicken

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Facebook will sich offenbar stärker als bislang gegen die Verbreitung von Rache-Pornos einsetzen.

Mit einer ungewöhnlichen Methode will die Regierung Australiens verhindern, dass Nacktfotos gegen den Willen der Abgebildeten im Internet verbreitet werden. Das Werkzeug ermöglicht Nutzern das Markieren von sensiblen Bildern, damit diese nicht von Dritten hochgeladen werden können.

Verschickt werden sollen diese Fotos aber nicht an einen bestimmten Empfänger, sondern an sich selbst. Nach dem Ausfüllen eines Online-Formulars sendet man die Fotos über Messenger an sich selber.

Anhand dieses digitalen Fingerabdrucks erkennt Facebook das Bild sofort wieder, wenn jemand versucht, es bei Facebook, im Facebook-Messenger oder dem ebenfalls zum Facebook-Konzern gehörenden Bildernetzwerk Instagram hochzuladen. Das neue Verfahren wird derzeit in Australien und drei weiteren Ländern getestet. Bei Facebook wird das Bild dann angeblich nur für kurze Zeit zur Analyse gespeichert, hierbei wird ein sogenannter Hash-Wert, mit dessen Hilfe sich das Foto eindeutig identifizieren lässt, selbst aber nicht mehr benötigt wird, für den Abgleich mit anderen Uploads erstellt. Nach Angaben der eSafety-Behörde zählt eine von fünf Frauen im Alter zwischen 18 und 45 Jahren zu den Opfern dieser Form von Schmähung. In den USA sind laut einer vom "Guardian" zitierten Studie von 2016 vier Prozent aller Internetnutzer betroffen.

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