Frankreich trotzt EU-Kommission bei Glyphosat-Zulassung

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Ob abgestimmt oder verschoben wird, ist offen.

Angesichts der noch immer geteilten Meinung der Mitgliedstaaten über Glyphosat, wird die Europäische Kommission am Donnerstag einen neuen Vorschlag vorlegen, um die Lizenz für dieses umstrittene Herbizid anstelle von zehn Jahren "nur" um fünf Jahre zu verlängern. Experten der EU-Länder sollen am heutigen Donnerstag entscheiden. Die bisherige Zulassung in Europa läuft am 15. Dezember aus.

Vom ursprünglichen Plan, die Zulassung um zehn Jahre zu verlängern, ist die EU-Kommission nach heftigem Widerstand abgerückt. Weil sich dafür keine Mehrheit abzeichnete, hatte die Brüsseler Behörde davon aber Abstand genommen und zuletzt eine Verlängerung um fünf Jahre vorgeschlagen.

Glyphosat steht im Verdacht, Krebs zu erregen.

Die Bundesregierung ist vor der Abstimmung uneins: Das Umweltministerium lehnt eine Verlängerung ab, das Landwirtschaftsministerium ist dafür. "Es zeichnet sich derzeit keine Mehrheit dafür ab", sagte er am Rande des EU-Agrarrats am Montag in Brüssel.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ist für Glyphosat, will aber Rücksicht auf die laufenden Sondierungen für eine Jamaika-Koalition nehmen - die Grünen sind gegen eine weitere Verwendung.

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