Humvee- und Hummer-Hersteller verklagt Call of Duty-Macher Activision

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Der Fahrzeugbauer AM General wirft dem Spielekonzern Activision Blizzard vor, er habe sich dadurch auf unfaire Weise bereichert, und will Unterlassung, Schadenersatz und Bußgelder.

Besucher der Gamescom warten im Sommer in Köln vor dem Stand für das Spiel "Call of Duty".

Call of Duty hat gerade eine erfolgreiche Rückkehr zum ursprünglichen Szenario des Zweiten Weltkriegs absolviert, die Vergangenheit der erfolgreichsten Shooter-Marke unserer Zeit holt Publisher Activision Blizzard aber nun an einer anderen Stelle ein.

AM General hat seit der Markteinführung 1986 rund 278.000 Humvees verkauft, deren offizieller Name High Mobility Multipurpose Wheeled Vehicle (HMMWV) ist. Darüber hinaus fordern sie einen Verkaufstopp für Spielzeuge, Büche und anderen Fanartikeln, die ebenfalls auf die Fahrzeugmarke zurückgreifen.

AM General ist Hersteller der kantigen Humvee-Fahrzeuge, die die US-Armee einsetzt.

Die Egoshooter-Reihe "Call of Duty", bei der der Spieler meist als Soldat agiert, kam bereits 2003 auf den Markt und war im vergangenen Jahr mit 250 Millionen veräußerten Exemplaren das meistverkaufte Konsolenspiel der Welt.

AM General macht in der am Dienstag (Ortszeit) in New York eingereichten Klage eine Verletzung der Markenrechte und des geschützten Aussehens der Fahrzeuge geltend. Activision äußerte sich noch nicht im Detail über die Anschuldigungen. Der neue Shooter "Call of Duty WW2" ist aufgrund der thematisierten Epoche nicht betroffen, vielmehr sind in erster Linie die "Modern Warfare"-Spiele der Stein des Anstoßes".

Um welche Call of Duty-Teile es genau geht, ist nicht bekannt, die Fahrzeuge dürften aber in mehr als nur einer Ausgabe auftauchen.

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