"Pfarrer Braun" Chef Hans-Michael Rehberg ist tot

Einstellen Kommentar Drucken

Millionen kennen ihn als Bischof Hemmelrath in "Pfarrer Braun" und aus anderen Fernsehrollen.

Er war nicht nur vor der Kamera aktiv, sondern auch dahinter: Hans-Michael Rehberg arbeitete auch als Regisseur. Der Schauspieler starb im Alter von 79 Jahren.

Rehberg spielte an beinahe allen namhaften deutschsprachigen Bühnen: Burgtheater Wien, Thalia Theater Hamburg, Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Freie Volksbühne Berlin, Kammerspiele München, Salzburger Festspiele. In Essen absolvierte er seine Schauspielausbildung. Bekannt wurde er durch seine Rollen in der TV-Serie "Pfarrer Braun" und Hollywood-Erfolg "Schindlers Liste". Auch in vielen TV-Krimis wie "Schuld" nach Ferdinand von Schirach, "SOKO Kitzbühel" und "Derrick" trat Rehberg auf. Für den mit dem Oscar prämierten Film "Liebe" von Michael Haneke synchronisierte er den französischen Schauspieler Jean-Louis Trintignant. In Krefeld-Mönchengladbach begann seine Karriere, danach ging er an das Bayerische Staatschauspiel in München.

Für sein Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet. So wurde er 1994 mit der österreichischen Kainz-Medaille für die Darstellung des Mendel Krik in "Sonnenuntergang" von Isaak Babel im Wiener Akademietheater geehrt. 1999 erhielt er den Gertrud-Eysoldt-Ring als bester Schauspieler für "Der verkaufte Grossvater" von Franz Xaver Kroetz am Münchner Volkstheater. "Er gehörte zu den grossen deutschen Schauspielkünstlern seiner Generation", heisst es in einer Mitteilung der Salzburger Festspiele. Als Teiresias hatte Hans-Michael Rehberg am 28. Oktober 2017 auch seinen letzten Bühnenauftritt.

Comments