Time Warner soll sich von CNN trennen

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Die milliardenschwere Übernahme des US-Medienkonzerns Time Warner durch den Telekommunikationsriesen AT&T trifft offenbar auf grösseren Widerstand der Wettbewerbshüter des US-Justizministeriums. Doch das US-Justizministerium stellt sich quer. Der Verkauf von CNN würde die kartellrechtlichen Bedenken der Regierung nicht. "Wir befinden uns in laufenden Verhandlungen", räumte AT&T-Finanzchef John Stephens am Mittwoch auf einer Investorenkonferenz in New York ein.

Sein Konzern sei aber in Gesprächen mit dem Ministerium, so Stephens. Wie die Financial Times berichtet, habe das US-Justizminusterium das OK für die Übernahme an die Bedingung geknüpft, dass sich der fusionierte Telekom-Medien-Gigant von seinem Filetstück CNN trennen werde. "Es dreht sich alles um CNN", zitierte die Zeitung eine ihrer Quellen. Daraus ergebe sich, dass der Zeitpunkt für den Abschluss des Geschäfts "nun unsicher" sei. Eigentlich sollte die Übernahme bis Ende 2017 in trockenen Tüchern sein.

Washington - Die geplante Fusion des amerikanischen Telekommunikationsgiganten AT&T und des Medienkonzerns Time Warner (Warner Bros., HBO, CNN) steht vor weiteren Hürden. Ein Informant im Justizministerium sagte der Nachrichtenagentur Reuters, AT&T habe angeboten, nur den Sender CNN anstatt des gesamten Unternehmens Turner Broadcasting zu verkaufen.

Allerdings gibt es auch Spekulationen, dass die Forderung politisch motiviert sein könnte. US-Präsident Donald Trump nörgelt schon lange an dem Sender herum, der häufig kritisch über ihn berichtet. Er hatte im Wahlkampf angekündigt, unter seiner Präsidentschaft werde das Justizministerium das Geschäft blockieren.

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