Brand in BASF-Anlage sorgt für Force Majeure

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Ein Brand im Ludwigshafener Werk zieht bei BASF offenbar größere Beeinträchtigungen in der Produktion nach sich, als zunächst erwartet.

Bereits am 31. Oktober hatte sich im Werksteil Nord in Ludwigshafen ein organisches Material beim Anfahren der sogenannten Citral-Anlage entzündet.

Ludwigshafen - Neben der abgeschalteten Citral-Anlage sind derzeit auch die Anlagen für Vitamin A und E wegen planmäßiger Wartungsarbeiten abgestellt.

Da die Aufräumarbeiten, die anschließende Inspektion, die Reparatur und die Wiederinbetriebnahme der Citral-Anlage mehrere Wochen in Anspruch nehmen werden, muss BASF die Force Majeure nun auf Vitamin A und E und bedingt hierdurch auch auf mehrere Carotinoid-Produkte ausweiten. Da diese nun nicht mehr hergestellt werden könnten, müsse man sich auch bei diesen Produkten auf höhere Gewalt (Force Majeure) berufen, hieß es weiter. Jetzt muss der Chemiekonzern für alle auf Citral und Isoprenol basierenden Aroma-Inhaltsstoffe Force Majeure erklären. BASF hat Schritte eingeleitet, um die Auswirkungen zu begrenzen. Versicherungstechnisch ist das wichtig: Denn dadurch wird BASF ohne Haftung von seinen vertraglichen Pflichten vorübergehend befreit.

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