Am zweiten Jahrestag wird der Opfer der Pariser Terroranschläge gedacht

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Zwei Jahre nach den Pariser Terroranschlägen hat Frankreich mit schlichten Zeremonien an die Opfer erinnert. Angehörige der Opfer und der frühere Präsident Hollande nahmen an der Gedenkveranstaltung teil.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Ex-Präsident Francois Hollande treffen sich bei der Gedenkzeremonie in Paris. An dem Stadion hatten am 13. November 2015 die koordinierten Anschläge begonnen, bei denen Islamisten insgesamt 130 Menschen ermordeten.

Macron sollte anschließend auch die anderen Anschlagsorte besuchen: Bars und Restaurants im Osten der französischen Hauptstadt sowie den Musikclub "Bataclan". Es war der Beginn einer Anschlagsserie, zu der sich die Terrormiliz IS bekannte. Eliteeinheiten von Polizei und Armee gelang es schließlich, die Konzerthalle aus der Hand der Geiselnehmer zu befreien. Die Musiker spielten zwei Lieder und warfen weiße Rosen in die Menge, die sich vor dem Rathaus des 11. Arrondissements versammelt hatte. "Wir haben gesehen, wie Menschen ihr Leben für ihre Freunde gaben", sagte der sichtlich bewegte Hughes.

Die für Frankreich beispiellosen islamistischen Anschläge hatten die Nation schwer erschüttert und wurden als Angriff auf die französische Lebensart gedeutet. Er verwies dabei auf sogenannte Schläfer in Frankreich. "Wir stehen nun Kämpfern gegenüber, die ziemlich entschlossen sind, in den Rückzugsgebieten des Islamischen Staats zu bleiben in der Annahme, nach Malaysia, Indonesien oder Afghanistan geschickt zu werden", sagte Behördenchef Laurent Nuñez der Zeitung "Le Figaro". Dazu kämen rund 500 Kinder, sagte Nuñez.

Als Drahtzieher der Pariser Anschläge von vor zwei Jahren gilt Abdelhamid Abaaoud, ein Belgier marokkanischer Herkunft. Er wurde wenige Tage nach den Attentaten bei einer Razzia der Pariser Polizei getötet. Anfang des Monats war der in der Pariser Terrornacht verhängte Ausnahmezustand ausgelaufen. Das Verfahren zu den Pariser Anschlägen ist noch in Vorbereitung. Der Sohn des ersten Anschlagstoten, Michaël Dias, kritisierte im Sender BFMTV die Abschaffung des von Hollande eingesetzten Generalsekretariats für Opferhilfe durch die Regierung.

Die mögliche Rückkehr kampferprobter IS-Anhänger nach den militärischen Rückschlägen für die Terrormiliz bereitet nicht nur Frankreich Sorgen. Eine zeitgleich in Kraft getretene Verschärfung der Sicherheitsgesetze verschafft den Behörden aber weiterhin erweiterte Befugnisse im Anti-Terror-Kampf.

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