Qualcomm: 103 Milliarden sind nicht genug

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Der US-Halbleiterkonzern Qualcomm hat das Übernahmeangebot seines Konkurrenten Broadcom zurückgewiesen. Der Verwaltungsrat sei einstimmig zu dem Schluss gelangt, dass das Angebot in Höhe von 130 Milliarden Dollar (112 Milliarden Euro) den Wert von Qualcomm "in signifikanter Weise zu niedrig ansetzt", erklärte Unternehmenschef Paul Jacobs am Montag. Zu gut deutsch bedeutet dies, dass Qualcomm einerseits mehr Geld will und gleichzeitig unüberwindbare Hürden in Sachen Wettbewerbsrecht sieht.

Bei dem in den vergangenen Woche präsentierten Angebot von Broadcom handelt es sich um den Versuch einer feindlichen Übernahme.

Qualcomm sei als führender Anbieter von Mobilfunktechnologien bestens positioniert und für künftiges Wachstum gerüstet. Broadcom wiederum soll sich auf die Ablehnung bereits eingestellt haben und offenbar bereit sein, das Angebot sogar noch nachzubessern.

Aktuell steht die Qualcomm-Aktie bei knapp 65 Dollar. Broadcom war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Würde der Deal zustande kommen, würde ein über alle Maßen dominanter Chipgigant entstehen, der den Markt für mobile Chips noch stärker dominieren würde als Qualcomm es ohnehin schon tut.

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