Russland und Türkei für politische Lösung in Syrien

Einstellen Kommentar Drucken

"Die Gewalt (in Syrien) ist zurückgegangen", sagte Kreml-Chef Wladimir Putin nach einem Treffen mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan heute in Sotschi, Russland. Für die Türkei ist aber schwierig, dass zu dem Kongress auch die syrische Kurdenpartei PYD eingeladen werden soll. Auch zwei weitere kurdische Gruppen stehen auf der Einladungsliste, die das russische Außenministerium veröffentlicht hat. Wenn es für Syrien keine militärische Lösung gebe, wie es in dem Papier heiße, dann sollten Russland und die USA auch ihre Truppen von dort abziehen.

In Sotschi wird die türkisch-russische Beziehung bewertet. Dazu haben aber auch kurdische Gruppen und andere Assad-Gegner beigetragen, die ihrerseits große Gebiete kontrollieren. "Unsere gemeinsame Arbeit mit der Türkei und dem Iran im Astana-Prozess liefert konkrete Ergebnisse". Sie schreiten schneller voran als der Genfer Friedensprozess unter Führung der UN. Seitdem ist Moskau etwas zurückgerudert.

Mit US-Präsident Donald Trump stimmte Putin am Rande des APEC-Gipfels in Vietnam eine Erklärung ab, für Syrien eine Friedenslösung im Rahmen des Genfer Friedensprozesses zu suchen. Viele bewaffnete syrische Gruppen wollen nicht nach Russland reisen, das auf Seiten Assads steht. Erdogan hatte die Erklärung vor dem Treffen mit Putin kritisiert.

Moskau und Ankara haben sich wieder angenähert nach einer Eiszeit, die ausgelöst worden war, nachdem die Türkei einen russischen Kampfjet abgeschossen hatte. Allein in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres sei der beiderseitige Handel nach einem Rückgang im Jahr 2016 wieder um mehr als 30 Prozent gestiegen, sagte der russische Präsident.

Comments