Saudi-Arabien hebt Blockade des Jemens auf

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Die Rebellenregierung der Huthis im Jemen hat gedroht, saudische Kriegsschiffe und Öltanker zu versenken, wenn Saudi-Arabien nicht die Blockade aufhebt, die das Leben von Millionen Menschen in dem vom Krieg zerrütteten Land bedroht.

Das Bündnis hatte die Flug- und Seehäfen am Montag geschlossen.

Das Königreich beschuldigte die Huthis, in der saudischen Hauptstadt eine vom Iran gelieferte scud-ähnliche Rakete abgefeuert zu haben und reagierte mit Bombenangriffen auf die jemenitische Hauptstadt Sanaa. Hilfsorganisationen hatten daraufhin vor einer Hungerkatastrophe gewarnt, weil kaum Hilfsgüter ins Land kommen konnten.

Es würden weiterhin alle Schritte unternommen, um das Leiden der jemenitischen Bevölkerung zu lindern, teilte die saudische Vertretung bei den Vereinten Nationen über Twitter mit. Bereits an vergangenen Wochenende hatte Jemens Transportminister Murad al-Halimi angekündigt, die Koalition werde die Blockade teilweise aufheben. Als erster Schritt würden innerhalb von 24 Stunden die Häfen unter Kontrolle der jementischen Regierung wieder geöffnet, darunter der Hafen in der südjemenitischen Stadt Aden. Beide sind für humanitäre Hilfe wichtig, stehen aber unter Kontrolle der Huthis.

Indessen erklärte die internationale Koalition, dass die Blockade beendet wird. Dafür verlangte sie aber, dass die Vereinten Nationen Expertenteams dorthin senden. Diesen sollten die Kontrollmechanismen gegen Waffenschmuggel überprüfen. Die vom Iran unterstützten Huthi kontrollieren die Häfen und damit die illegale Waffenlieferung nach Jemen. Teheran räumt allerdings ein, dass es die Ziele der Huthi-Rebellen im Jemen unterstützt.

Seit März 2015 führt die saudi-geführte Koalition, der auch die Vereinigten Arabischen Emirate angehören, eine Militärkampagne im Jemen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen, die als pro-iranisch beschrieben werden. Nachdem Rebellen in dem Land eine Rakete Richtung Riad abfeuerten, zog Saudi-Arabien die Daumenschrauben weiter an.

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