Videobeweis künftig nur bei Wahrnehmungsfehlern

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DFB-Präsident Reinhard Grindel verwirrt beim Sport1-Doppelpass mit seinen Aussagen zum Videobeweis.

Die Forderung der Deutschen Fußball Liga (DFL) nach einer Ausgliederung der Schiedsrichterzunft aus dem DFB erteilte Grindel eine Absage. Ob das "Erklär-Interview" die Debatte tatsächlich entschärft, wird sich am Wochenende zeigen - dann nimmt die Bundesliga ihren Betrieb wieder auf.

Sollte sich der Platz-Schiedsrichter aber unsicher sein, kann er seinen Video-Assistenten aber natürlich jederzeit um seine Einschätzung bitten!

Das bedeutet im Klartext: Ein Fehler des Referees soll nicht überstimmt werden, wenn er die Szene gesehen, aber falsch bewertet hat. Einige Fehlentscheidungen wären damit bestehen geblieben. Klare Schwalben, offensichtliche Handspiele, Spieler, die meterweit im Abseits stehen - sieht der Schiedsrichter auf dem Platz diese Vergehen nicht, greift der Video-Assistent ein. Soll es nur um Wahrnehmungsfehler gehen - wie es auch die Grundlage der Regelhüter des IFAB vorsieht.

"Der Video-Assistent soll sich strikt an das Protokoll des IFAB halten, sprich nur bei ganz klaren Fehlentscheidungen einschreiten", sagte der 56-Jährige: "Bei strittigen Szenen, bei denen er vielleicht eine andere Auffassung oder Wahrnehmung hat als der Schiedsrichter, soll er nicht eingreifen". "Dann muss man auch damit leben, dass es zu Fehlern kommt", hatte der DFB-Boss gesagt.

Trotz Videobeweis werden den Schiedsrichtern jetzt wieder Fehler erlaubt! . Die Unparteiischen wirken auf ihn nur noch wie "Marionetten". Das Treffen soll die Brisanz aus dem Thema nehmen, um so mit größerer Gelassenheit die Testphase weiterzuführen.

Dies sei dann auch der Zeitpunkt, um über Modifizierungen nachzudenken.

Was die Transparenz des Videobeweises für die Zuschauer in den Stadien angeht, hofft Grindel auf ein Umdenken bei den Klubs. Der DFB habe sich nun für die erste Variante entschieden, um Unsicherheiten zu vermeiden und einen klaren Spielfluss zu ermöglichen.

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