Wiener Schülerin unter den 30 einflussreichsten Teens

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Rayouf, die selbst Kopftuchträgerin ist, war verblüfft, als sie auf ihrem iPhone kein Emoji fand, das ihrem Stil ähnelte. Der Wunsch wurde von Apple prompt erfüllt.

Emojis sind als Untermalung jedes Chats kaum mehr wegzudenken.

Rayouf Alhumedhi brilliert in Naturwissenschaften, ist eine engagierte Schülervertreterin und ist eine selbstbewusste Muslima.

Die Wiener Schülerin stellte im Vorjahr beim Chatten mit Freunden verblüfft fest, dass es bisher kein Kopftuch-Emoji gab und wandte sich dann an Apple und das Unicode-Konsortium, das für die Emoji-Standards zuständig ist. Daraus wurde eine breite Kampagne, unterstützt unter anderem von Reddit-Mitgründer Alexis Ohanian. Apple entschied sich kurz daraufhin dafür, das Emoji einzuführen.

"Es ist wichtig für meine Identität", wird Alhumedhi im "Time"-Magazin zitiert, und es sei ein Schritt vorwärts, um Diversität zu feiern, und für die Akzeptanz des muslimischen Glaubens in der Gesellschaft". Dafür wurde die derzeit in Wien lebende Ahumedhi nun vom Time Magazine in der Liste der 30 einflussreichsten Teenager des Jahres 2017 geehrt. Dieses Emoji werde die Welt indirekt positiv beeinflussen, sobald Menschen, die gegen das Kopftuch oder den Islam als Glaubensform seien, das Emoji auf ihrer Tastatur entdecken würden, ist sich die 16-Jährige sicher. Sie besucht die Vienna International School in der Donaustadt - eine Privatschule, in der vornehmlich Kinder von UN-Diplomaten unterrichtet werden.

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