Italien: Trainer Ventura tritt nicht zurück

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Das 0:0 hatte das Aus der Squadra Azzurra für die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland besiegelt. Auch Carlo Tavecchio, der Präsident der italienischen Verbands (FIGC) will sich 48 Stunden Zeit nehmen, um die weiteren Schritte zu überdenken. Er habe entschieden, die verpasste Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2018 in Russland zunächst nicht zu kommentieren, erfuhr die italienische Nachrichtenagentur Ansa am späten Montagabend aus Verbandskreisen.

Das Hinspiel hatten die Skandinavier drei Tage zuvor 1:0 gewonnen. "Wenn man im Fußball keine Ergebnisse erzielt, ist der Trainer der Kopf", so Ventura. Jedoch taten sie dies bis zuletzt trotz drückender Überlegenheit ohne Erfolg.

Schweden jubelt, Italien versinkt in Tränen - erstmals seit 60 Jahren wird das italienische Nationalteam bei einer WM-Endrunde nur die Zuschauerrolle innehaben. Nicht zum ersten Mal in der jüngeren Vergangenheit offenbarten die Italiener in der entscheidenden Zone Probleme mit dem letzten Pass.

Ciro Immobile kam dem Torerfolg in der 40. Minute am nächsten, als er Schwedens Keeper Robin Olsen zwischen den Beinen hindurch überwand, der abgelenkte Ball es aber nicht über die Torlinie schaffte.

Die Schweden ihrerseits waren weitestgehend mit dem Verteidigen ihres kleinen Hinspiel-Polsters beschäftigt. Der Druck spornte die Squadra gleichermassen an, wie er sie in den wichtigsten Momenten lähmte.

Venturas Vertrag war erst im August verlängert worden. Er sollte die Mannschaft eigentlich bis zur Europameisterschaft 2020 führen. Zuletzt fand 1958 eine WM ohne Italien statt.

Die Schweden um den Leipziger Bundesligaprofi Emil Forsberg haben dagegen gute Chancen, sich erstmals seit 2006 wieder für eine WM zu qualifizieren. Tavecchio stand schon vor dem Spiel am Montag in der Kritik.

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