Nordkoreanischer Soldat bei Flucht in den Süden angeschossen

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Dutzende Schüsse haben die Soldaten des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un auf einen ihrer Kameraden abgefeuert, als dieser aus der gemeinsamen Sicherheitszone beider Länder nach Südkorea flüchtete. Er sei von einem Grenzposten aus geflohen und von nordkoreanischen Soldaten angeschossen worden, teilte das Ministerium am Montag mit. "Die Räder gerieten auf der nördlichen Seite der militärischen Demarkationslinie in einen Graben, der Wagen hatte die Grenze noch nicht passiert". In Panmunjom stehen sich nord- und südkoreanische Soldaten in nächster Nähe gegenüber. Wie schwer die Verletzungen des geflohenen Soldaten sind, war zunächst unklar. Vom nordkoreanischen Wachposten aus sprintete der Deserteur plötzlich in die Sicherheitszone, nordkoreanische Soldaten feuerten laut Angaben Seouls rund 40 Schüsse auf ihn ab. Im Schnitt fliehen jedes Jahr mehr als 1000 Nordkoreaner nach Südkorea.

"Ein Soldat aus Nordkorea lief von der Wache an der nordkoreanischen Seite der demilitarisierten Zone in unsere Richtung über, wonach er zu unseren Militärs gelangte", zitiert die Agentur die Erklärung des Stabs.

Russland und China hatten Nordkorea aufgefordert, ein Moratorium für Atomtests und Raketenstarts zu verkünden, und von Südkorea und den USA verlangt, sich der Militärübungen in der Region zu enthalten, um die Situation auf der koreanischen Halbinsel zu stabilisieren. Zuletzt war dies im Juni einem Nordkoreaner gelungen.

In Panmunjom wurde nach dem Koreakrieg von 1950 bis 1953 der Waffenstillstand unterzeichnet, der bis heute gilt.

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