Trump und Putin sehen keine militärische Lösung für Syrien

Einstellen Kommentar Drucken

Ich habe ihn nochmals gefragt.

Der US-Präsident sagte, statt endlos über die Frage einer russischen Beeinflussung der Präsidentenwahl 2016 zu debattieren, was nur eine Erfindung der US-Demokraten gewesen sei, würde er Russland lieber aus Syrien heraushaben oder in der Frage der Ukraine vorankommen. "Da kann man noch so oft fragen", sagte der US-Präsident. Der Kremlchef wies vor Journalisten ebenfalls den Vorwurf der Einmischung in die amerikanische Wahl zurück. "Wenn wir ein Verhältnis zu Russland hätten, das wäre eine gute Sache", sagte Trump Reportern auf dem Weiterflug nach Hanoi. "Alles, was mit dem sogenannten Russland-Dossier in den USA verbunden ist, ist Ausdruck eines andauernden innenpolitischen Kampfes" in den USA, sagte er.

Nach Angaben der Agentur Bloomberg plant Trump "für die nächste Zeit" ein Treffen mit Putin zum Problem Nordkoreas.

Zu einer gemeinsam mit Putin veröffentlichten Stellungnahme zu Syrien sagte Trump, es werde "eine gewaltige Anzahl Leben retten", man habe sich auf das Statement sehr schnell geeinigt. So untersucht Sonderermittler Robert Mueller, ob es eine Zusammenarbeit des Trump-Wahlkampflagers mit Moskau gegeben und ob sich der Republikaner später der Rechtsbehinderung schuldig gemacht hat.

Die Ermittlungen setzen dem Weißen Haus seit Trumps Wahlsieg vor einem Jahr erheblich zu.

Trump und Putin haben bisher erst einmal direkt miteinander gesprochen, das war beim G20-Gipfel Anfang Juli in Hamburg. Ein Bericht von CIA, FBI und NSA kommt nämlich zu dem eindeutigen Schluss, dass eine Einflussnahme aus Russland stattgefunden hatte. Die Präsidenten kamen laut eigener Aussage darin überein, eine politische Lösung des Konfliktes anzustreben.

"Die Präsidenten sind sich einig, dass es für den Konflikt in Syrien keine militärische Lösung gibt", erklärte der Kreml auf seiner Webseite. Trump und Putin bekräftigten ihre Entschlossenheit, die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) völlig aus Syrien zu vertreiben.

Die zwei Staatschefs hatten bei dem Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) in Da Nang anders als erwartet kein bilaterales Gespräch geführt. Sie trafen nur mehrmals kurz aufeinander und wechselten wenige, aber freundschaftliche Worte.

Comments