Weitere Frau erhebt Missbrauchsvorwürfe gegen Roy Moore

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Als das Bild aufgenommen worden sei, sei die Hand von Bush zu ihrem Po gewandert und habe zugedrückt. Corrigan ist die fünfte Frau, die Bush - dem Vater von Ex-Präsident George W. Bush - vorwirft, sie begrapscht zu haben.

Im Alter von 93 Jahren sei er seit rund fünf Jahren an den Rollstuhl gebunden, so dass seine Arme unter die Taille von Menschen fallen, mit denen er Fotos machte, hiess es damals in einer Erklärung. Er habe gelegentlich Frauen in einer von ihm als gutmütig beabsichtigten Weise auf die Hinterseite geklopft.

WashingtonEine weitere Frau hat den umstrittenen US-Republikaner Roy Moore eines sexuellen Übergriffs beschuldigt.

Bush ist aber nicht der einzige, für den es eng werden könnte: Der erzkonservative US-Republikaner Roy Moore könnte wegen Vorwürfen der sexuellen Belästigung seine Senatskandidatur verlieren. Die heute 55 Jahre alte Beverly Young Nelson schilderte auf einer Pressekonferenz in New York, wie sie als 16-jährige Kellnerin von Moore in ein Auto gelockt und belästigt worden sei.

Sie habe damals als Schülerin in einem Restaurant gejobbt, in dem Moore ein regelmäßiger Kunde gewesen sei, sagte Nelson unter Tränen. Eines Abends habe er ihr angeboten, sie nach Hause zu fahren.

Er habe sie unsittlich berührt, ihr an den Hals gepackt, sie an seinen Unterleib gezogen und versucht, ihr das Shirt auszuziehen. Sie habe in dem Moment gedacht, er wolle sie vergewaltigen. Irgendwann habe er aber von ihr abgelassen. Moores Wahlkampfteam wies die neuen Anschuldigungen zurück. Es handele sich um eine "Hexenjagd", erklärte ein Sprecher. Die Aussage des Sprechers wurde zu diesem Vorfall aber nicht weiter ausgeführt. Nelson ist bereits die fünfte Frau, die Vorwürfe gegen den Republikaner erhebt. In einem Artikel der Washington Post hatten mehrere Frauen geschildert, wie sie damals sexuell bedrängt und angegriffen worden seien. Roslyn Corrigan war eigenen Angaben nach 16 Jahre alt und "noch ein Kind", als sie die Chance bekam, Bush persönlich zu treffen - ein Wunsch, den sie lange gehegt habe, weil sie sich sehr für Politik interessiere, sagte sie dem "Time"-Magazin".

Der Rechtsaußen-Politiker Moore kandidiert bei der Wahl am 12. Dezember im Bundesstaat Alabama für einen Sitz im US-Senat. "Ich denke, er sollte seinen Platz freimachen", sagte der Fraktionschef am Montag auf die Frage eines Reporters. Er zweifle nicht an den Vorwürfen: "Ich glaube den Frauen", sagte McConnell. Zunächst hatte McConnell lediglich gesagt, Moore müsse zurücktreten, falls die Anschuldigungen zuträfen.

Einen Monat vor der Wahl ist es für die Republikaner zu spät, Moores Namen vom Wahlzettel zu streichen. In der Partei gibt es deswegen Überlegungen, eine "Write-In"-Kandidatur zu unterstützen - also den Namen eines anderen Bewerbers auf den Stimmzettel zu schreiben".

Der Wirbel um den 70-Jährigen stürzt viele Republikaner in einen tiefen Konflikt. Da sie im Senat nur einen Zwei-Stimmen-Vorsprung vor den Demokraten haben, wäre eine Niederlage ein herber Rückschlag. Andererseits missfällt Moore dem republikanischen Establishment, das seine extremen Positionen nicht teilt.

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