Patriarch Rai: Hariri wird in Libanon zurückkehren

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Neuer Vorstoß Frankreichs in der Libanon-Krise: Präsident Emmanuel Macron drängt darauf, dass der libanesische Ministerpräsident Saad Hariri seinen angekündigten Rücktritt in seinem Heimatland bestätigen kann. Der libanesische Regierungschef hatte am 4. November in der saudiarabischen Hauptstadt überraschend seinen Rücktritt erklärt, wobei er schwere Vorwürfe gegen die proiranische Hisbollah-Bewegung erhob, mit der er im Oktober 2016 eine Koalitionsregierung gebildet hatte.

Zuvor hatte der libanesische Präsident Michel Aoun Saudi-Arabien vorgeworfen, Hariri als "Häftling" zu halten. Macron habe zuvor mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman und Hariri gesprochen, teilte der Elyseepalast am Abend in einer knappen Erklärung mit. Frankreich hat als frühere Mandatsmacht besonders enge Beziehungen zum Libanon.

Es gibt schon seit Tagen Spekulationen, dass Hariri in Riad inhaftiert sei.

Der Kardinal lobte ferner den herzlichen Empfang in Saudi-Arabien. Er versicherte am Wochenende in einem Interview, sich frei bewegen zu können und bald nach Hause zurückzukehren. Am Mittwoch bekräftigte er auf Twitter, dass er wie versprochen in den Libanon reisen werde.

Am Mittwochabend wurde der französische Außenminister Le Drian in Riad erwartet. Er geht davon aus, dass Hariri in Gewahrsam genommen wurde und verbreitete diese Behauptung am Mittwoch über seinen Twitter-Kanal.

Im Libanon besteht derzeit seltene Einigkeit zwischen den Parteien und Volksgruppen bei der Forderung nach der raschen Rückkehr Hariris.

Beirut Der libanesische Premierminister Saad Hariri wird dem Präsidenten des Libanons zufolge in Saudi-Arabien festgehalten. "Es ist traurig, dass man sich über uns lustig macht". Dieser werde schnellstmöglich in den Libanon zurückkehren, zeigte sich Rai überzeugt.

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