Zahl der HIV-Neuinfektionen in Deutschland geht leicht zurück

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November startet in Bayern die HIV-Testwoche. Die Immunschwächekrankheit Aids sei zwar mittlerweile behandelbar, aber noch immer nicht heilbar.

Nach den vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Zahlen leben in Deutschland schätzungsweise 84700 Menschen mit HIV/AIDS, von denen wiederum 12600 von ihrer Infektion noch nichts wissen. Da die Infektionsrate in der Altersgruppe zwischen 20 und 35 Jahren besonders hoch ist, sei es wichtig, vor allem junge Menschen auf das Risiko hinzuweisen. Darunter sind circa 320 Männer und 70 Frauen.

Ende 2016 lebten den Berechnungen des RKI zufolge 88.400 HIV-positive Menschen in Deutschland. Experten zufolge erfahren rund 20 bis 30 Prozent der Betroffenen erst durch die Diagnose der Krankheit Aids von ihrer Infektion. Huml erläuterte: "Infolge solcher Spätdiagnosen sind auch die Behandlungsaussichten der Immunschwächekrankheit weniger günstig. Natürlich steigt auch das Risiko einer Weitergabe der Infektion", sagte Huml. Deshalb setzt sich das bayerische Gesundheitsministerium mit Nachdruck dafür ein, die Ausbreitung von HIV einzudämmen. Die tägliche Pille gegen HIV wird bislang noch nicht von den deutschen Krankenkassen übernommen, ist aber inzwischen bereits für 50 Euro im Monat erhältlich (queer.de berichtete). Viele dieser positiven Tests seien aber auf Infektionen zurückzuführen, die sich in den Jahren zuvor ereignet haben, betont das RKI. Die HIV-Testwoche wird vom Bayerischen Zentrum für Prävention und Gesundheitsförderung (ZPG) im Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) koordiniert.

Zum Start der bayerischen HIV-Testwoche findet im Lichthof in Neuötting unter der Schirmherrschaft von Gesundheitsministerin Huml die Eröffnung einer Plakataktion zum Thema statt. Angestoßen wurde die Aktion durch die AIDS-Beratungsstelle an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwigs-Maximilians-Universität München gemeinsam mit dem Gesundheitsamt Altötting.

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