Stiftung Warentest: Tester: Sehr gute Zahnpasta schon für 65 Cent zu haben

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Zahnpasta enthält meist winzige Putzkörperchen, die Beläge abschmirgeln.

Berlin Fluoridgehalt und Abrieb - darauf kommt es bei einer guten Zahnpasta an. Entsprechend sanft sollte die Zahnpasta sein und einen niedrigen oder sehr niedrigen Abrieb haben. Dafür sind Tenside und sogenannte Putzkörper in der Creme enthalten, die je nach Größe, Form und Art für einen unterschiedlich hohen Abrieb sorgen.

Laut Professor Stefan Zimmer, Leiter des Departments für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde an der Uni Witten/Herdecke, kann ein kräftiger Abrieb gesunden Zähnen nicht schaden. Bei freiliegenden Zahnhälsen empfiehlt sich dagegen ein niedriger Abrieb. Darüber hinaus testen wir im Labor, wie gut die Zahnpasten Verfärbungen von den Zahnoberflächen entfernen.

Wer sich regelmäßig und gründlich die Zähne putzt, beugt Plaque vor. Diese auch als "Zahnfäule" bezeichnete Schädigung des Zahnschmelzes wird durch bakterielle Zahnbeläge (Plaque) verursacht. Viele Anbieter loben auf der Tube aber eine Wirkung der Zahnpasta auf Zahnstein oder Parodontitis extra aus. Die Tester haben deshalb die Liste der Inhaltsstoffe überprüft.

Die wichtigste Aufgabe einer Zahnpasta ist, die Zähne vor Karies zu schützen. Sie haben konkret geschaut, ob zu den besonderen Werbeaussagen tatsächlich spezielle Wirkstoffe gekennzeichnet waren, für die eine unterstützende Wirkung auch wissenschaftlich belegt ist. 28 Zahncremes haben die Tester unter die Lupe genommen. Die Untersuchungen der Stiftung Warentest zeigen: Auf den Verpackungen wird oft viel Wirkung versprochen - in den Tuben ist jedoch mitunter wenig drin. Bei Kindern und Jugendlichen ist die Gefahr für ein Zuviel an Zink höher, ihr Bedarf wird in der Regel bereits über die Nahrung gedeckt. Hierzu zählen eine geschwächte Immunabwehr, Blutarmut und nervenbedingte Bewegungsstörungen. Auf fünf der getesteten Pasten fehlte zudem ein entsprechender Hinweis. Das Bundesinstitut für Risikobewertung teilt diese Auffassung.

Zehn der getesteten Zahncremes enthalten Zink. Der Vorteil: Universalzahnpasten kosten oft weniger als Junior-Zahncremes. Zwei Pasten, die auf Fluorid verzichten, fallen daher im Test durch: Weleda für 4,25 Euro und Biorepair für 5 Euro.

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