Tausende in Europa wissen nichts von ihrer HIV-Infektion

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Wird eine HIV-Infektion nicht rechtzeitig behandelt, entsteht daraus die Immunschwächekrankheit Aids.

In Europa ist die Zahl der Neuinfektionen mit HIV gestiegen. Die Zahl der Neudiagnosen ist bei den schwulen und bisexuellen Männern weiterhin leicht rückläufig.

Dadurch hätten Patienten weitaus schlechtere Aussichten und das Risiko einer Ansteckung steige, erklärte ECDC-Direktorin Andrea Ammon. Die Infektion kann schon Jahre zurückliegen. Damit sei die Region die weltweit einzige mit steigenden Infektionszahlen. Zum Großraum Europa zählen außer der EU auch Länder wie Russland oder Kasachstan, dort wird der Großteil der Neuinfektionen registriert. Die höchste Infektionsrate wurde mit 33,7 HIV-Diagnosen pro 100.000 Einwohnern in der Ukraine gemessen.

Für Deutschland schätzt das Robert-Koch-Institut, dass sich letztes Jahr etwas mehr als 3.000 Menschen mit HIV infiziert haben. Denn deutschlandweit leben knapp 13.000 Menschen, die HIV-positiv sind und dies nicht wissen, da sie bisher noch niemals in ihrem Leben einen HIV-Test gemacht haben.

40 Prozent aller HIV-positiven Österreicher bekommen die Diagnose erst, wenn ihr Immunsystem bereits geschwächt ist.

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