PSA verlangt angeblich Hälfte des Kaufpreises für Opel zurück

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Nun wollen die Franzosen von Opels Ex-Mutter General Motors einen erheblichen Teil des Geldes zurück. PSA befürchtet hohe Strafzahlungen angesichts schärferer europäischer Abgasziele.

Vier Monate nach dem Kauf von Opel will der französische Autobauer PSA Peugeot Citroen vom früheren Eigentümer General Motors (GM) Insidern zufolge rund die Hälfte des Kaufpreises zurück. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte unter Berufung auf nicht namentlich genannte Insider gemeldet, dass PSA wegen der CO2-Emissionen bei Opel mehr als 500 Millionen Euro zurückverlangen wolle.

PSA sehe sich getäuscht, was Opels Abgasstrategie angeht, hieß es weiter. Die Franzosen hätten GM deshalb mitgeteilt, dass sie mehr als eine halbe Milliarde zurückzufordern gedenken.

Nach dem Bericht seien entsprechende juristische Schritte beabsichtigt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen gemeinsam mit der britischen Schwestermarke Vauxhall rund 38.000 Menschen an zehn europäischen Standorten. Der Rechtsweg sei noch nicht beschritten worden. Der Chef des Autobauers, Carlos Tavares, hatte zuletzt mehrfach öffentlich die CO2-Bilanz von Opel kritisiert, wo der Flottendurchschnitt zuletzt bei 127 Gramm CO2 pro Kilometer lag. Das könnte empfindliche Strafen nach sich ziehen und richtig teuer werden. Denn: Opel schaffe es bisher nicht, die von der EU geforderten Abgas-Grenzwerte einzuhalten.

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