Dialog Semicunductor: Neue Apple Gerüchte lassen Anleger zittern

Einstellen Kommentar Drucken

Der US-Konzern wolle ab 2018 das Design von Chips zur Stromsteuerung in iPhones selbst übernehmen, meldete die japanische Tageszeitung "Nikkei" am Donnerstag unter Berufung auf Insider. Das Blatt berief sich auf namentlich nicht genannte Industriekreise.

Die Sorge um dadurch schwindende Großaufträge sorgte beim schwäbisch-englischen Chip-Entwickler Dialog Semiconductor für einen Kurssturz.

Schon mehrfach hatten ähnliche Gerüchte um Apple die Dialog Aktie einbrechen lassen, so auch heute: Der Aktienkurs des Chipherstellers bricht im heutigen Handel auf bis zu 28,53 Euro ein, kann sich aber im weiteren Verlauf etwas erholen und den Verlust verkleinern. Bei den fraglichen Computerchips handelt es sich um Bauteile, mit denen verschiedene Funktionen wie zum Beispiel der Stromverbrauch von Smartphones gesteuert wird. Die Geschäftsbeziehungen entsprächen "dem normalen Geschäftsverlauf".

An der Börse reagierten Investoren dagegen fast panisch. Das war der tiefste Stand seit August 2016. Analysten zufolge macht Dialog gut 70 Prozent seiner Umsätze mit Aufträgen von Apple. Normalerweise würden die Verträge immer für die übernächste iPhone-Generation gemacht, so dass Dialog bereits wissen müsse, wenn es einen Ersatz für die eigenen Produkte geben sollte. Die Aktie des britischen Zulieferers Imagination Technologies hatte daraufhin schlagartig fast zwei Drittel ihres Werts verloren. Nach abermaligen Kursverlusten pendelten sie dann bis zuletzt über weite Strecken zwischen etwa 36 und 40 Euro.

Comments