Minister: Hunderte kleine Nägel in Paket

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Laut Innenministerium hatten sich darin Nägel befunden.

Uhr: Wegen anhaltender Absperrungen am Potsdamer Weihnachtsmarkt hat die Feuerwehr für Anwohner einen Wärmebus bereitgestellt. Das teilte die Polizei am Freitagabend auf Twitter mit.

Potsdam. Nach dem Fund eines verdächtigen Pakets in der Potsdamer Innenstadt hat der Staatsschutz des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. In dem zylindrischer Gegenstand waren Kabeln, Batterien, und Nägeln. Bislang sei aber kein weiteres Paket entdeckt worden. Jetzt müssten zunächst die weiteren Schritte der Polizei abgewartet werden, dann werde versucht, zur Normalität zurückzugehen, sagte Klemm am Abend dem Sender n-tv. Es bestehe aber keine Gefahrenlage mehr. Die Polizei geht davon aus, dass der Markt am Samstag wieder geöffnet hat. Es deute einiges darauf hin, dass das Paket nicht explosionsfähig gewesen sei, weil kein Zünder gefunden wurde.

Das Paket wurde laut Schröter in eine Apotheke geliefert. Es wurde mit einem Wasserstrahl geöffnet. Es sei möglich, dass weitere Pakete in die Umgebung geliefert wurden. Das werde derzeit untersucht. Schröter sagte, es sei zu früh, davon zu sprechen, dass es sich um einen Anschlag auf den Weihnachtsmarkt gehandelt habe. Das Paket könne auch dem Apotheker gegolten haben.

In Potsdam sind Teile der Innenstadt sowie Teile des Weihnachtsmarkts nach dem Fund eines möglichen Sprengsatzes gesperrt worden.

Dass in dem Paket Nägel waren, zeigte eine Röntgenuntersuchung. Aber es sei nicht klar, ob in dem Paket auch Sprengstoff oder nur Gips oder ein anderes "Fakemittel" waren.

Schröter erklärte weiter, die Nägel seien in einem Metallgefäß ähnlich einer Konservendose gewesen. Hintergrund sei, dass ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums, Torsten Herbst. Der Sperrkreis wurde erweitert.

Die Polizei sprach von einer "unkonventionellen Spreng- oder Brandvorrichtung" - mit dem Begriff bezeichnen Sicherheitsbehörden Brief-, Paket- oder Rohrbomben. In einem Paket wurde durch Spezialkräfte der Bundespolizei ein "Gefahrenstoff" festgestellt. Auch Geschäfte und Restaurants sind betroffen.

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