Paketlieferungen an die Haustür sollen teurer werden

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Lieferdienste wollen das Liefern an den Paketshop zum Standard machen. Man wartet sehnsüchtig auf ein Paket, ist zum Lieferzeitpunkt allerdings nicht anwesend und muss die Sendung im Shop abholen.

Düsseldorf. () Für Lieferungen bis zur Haustür müssen Paketkunden künftig vermutlich einen Aufschlag zahlen. Das betont jetzt auch Boris Winkelmann, Geschäftsführer von DPD, gegenüber der Wirtschaftswoche: Demnach sollen Lieferungen an die Haustür in Zukunft etwas mehr kosten, um den wachsenden Aufwand angemessen zu entlohnen. Das Liefern bis vor die Tür könnte bald einen Aufpreis kosten. Der Grund sei das starke Wachstum im Online-Versandhandel und die dadurch gestiegenen Kosten für die Zustellung. Im gleichen Zug sollen Pakete zum gewohnten Preis standardmäßig in Paketshops beziehungsweise Paketkästen in der Nähe wandern, die an Bedeutung gewinnen.

Zustimmung bekam der DPD-Chef vom Konkurrenten Hermes: "Die Zustellung an die Haustür muss angesichts des hohen Aufwandes teurer werden", sagte Hermes-Geschäftsführer Frank Rausch der Zeitschrift. Einem DPD-Sprecher zufolge wächst die Anzahl der Paketlieferungen zum Weihnachtsgeschäft 2017 um 15 Prozent in Relation zum Vorjahr. Die Wachstumsraten aufs ganze Jahr gerechnet hätten in den vergangenen Jahren im hohen einstelligen Bereich gelegen.

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