Daimler mietet Tesla und zerlegt ihn komplett

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Der Autobauer habe das Fahrzeug unter extremen Bedingungen geprüft und auseinandergebaut, heißt es in einem Medienbericht.

Daimler wollte offenbar genau wissen, wie die Elektrofahrzeuge der Konkurrenz aus den USA im Praxistest abschneiden - und hat deshalb offenbar ein Modell des Herstellers Tesla ausgeliehen, auseinander- und wieder zusammengebaut und beinahe zu Schrott gefahren. Insgesamt dürften Schäden von mehr als 15.000 Euro sowie ein Wertverlust des Autos von 2000 Euro entstanden sein. Also mietete der Konzern kurzerhand über den Autovermieter Sixt einen Wagen bei einem Unternehmen aus Bayern.

Die Besitzer waren den Testfahrten über die Ortungsfunktion des Tesla Model X auf die Spur gekommen. Außerdem sei der Wagen unter Extrembedingungen wie großer Hitze getestet worden. Im Handschuhfach habe bei der Rückgabe noch ein Zettel gelegen, der auf eine Verbindung zu Daimler hinwies.

Im ursprünglichen Mietvertrag mit Sixt waren sowohl das Auseinanderbauen als auch die Nutzung auf Teststrecken ausgeschlossen. Sixt teilte mit, man habe die gutachterlich festgestellten Schäden, die Wertminderung und die Gutachterkosten beglichen. Sixt gab das Fahrzeug an den Daimler-Konzern weiter, dessen Angestellte es laut "Spiegel online" unter anderem über eine Hochgeschwindigkeits- und eine Bergstrecke sowie über einen Offroad-Parcours jagten.

Daimler war für eine Anfrage am Samstag nicht zu erreichen. Die Anmietung zu "Vergleichsfahrten" sei ein "üblicher Vorgang" in der Branche, so Daimler.

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