Dialog-Aktien brechen ein

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Damals hatte Analyst Karsten Iltgen vom Bankhaus Lampe Anzeichen gesehen, dass der Dialog-Grosskunde eigene integrierte Schaltkreise für das Strommanagement (PMIC) entwickelt und damit die Chips des TecDax-Unternehmens zumindest teilweise ersetzen könnte. Das berichtet die japanische Wirtschafts-Zeitung "Nikkei" am Donnerstag.

Darin hieß es, der iPhone-Hersteller Apple wolle die bislang von Dialog gelieferten Chips künftig in Eigenregie herstellen. Das Blatt berief sich auf namentlich nicht genannte Industriekreise. Die Aktien des bisherigen Zulieferers Dialog Semiconductor sackten in der Folge ab. Bei den Computerchips handelt es sich um ein Bauteil, mit dem verschiedene Funktionen wie zum Beispiel der Stromverbrauch von Smartphones gesteuert wird.

Die Analysten der DZ Bank überarbeiten ihr Modell zur Aktie von Dialog Semiconductor. In Deutschland ist das Unternehmen mit einer GmbH in Kirchheim unter Teck aktiv. Die nun hochgekochte Angst der Dialog-Aktionäre ist auch vor dem Hintergrund des Umgangs von Apple mit einem anderen Lieferanten zu betrachten: So hatte der Konzern im Frühjahr 2017 angekündigt, an einer eigenen Technologie für die Grafikchips seiner Mobilgeräte wie iPhones und iPads zu arbeiten.

Gestern hat die Aktie von Dialog Semiconductor nach diesem Gerücht 17,9 Prozent auf 30,46 Euro verloren.

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