Forscher: Menschen könnten bis zu 140 Jahre alt werden

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Solche Sätze könnte man in Zukunft häufiger hören, denn ein israelischer Forscher geht davon aus, dass immer mehr Menschen in Zukunft weit über 100 Jahre leben könnten.

"Es ist möglich, dass Menschen die Grenze von 120 überschreiten und sogar bis zu 140 Jahre alt werden", so Chaim Cohen von der Universität Bar Ilan in Ramat Gan (Bezirk Tel Aviv).

Laut den Forschern sei es gelungen, mit Veränderungen der Ernährung, gentechnischen Eingriffen sowie medikamentöser Behandlung, die maximale Lebensspanne um bis zu 30 Prozent zu steigern. "Wenn man den Alterungsprozess selbst manipuliert, kann man auch die maximale Lebenserwartung steigern", glaubt er.

Zudem stellten die Experten fest, dass die behandelten Tiere weniger altersbedingte Krankheiten wie etwa Diabetes entwickelten. Die Zahl der extrem langlebigen Menschen sei dagegen bislang nur leicht gestiegen. Der bisher älteste Mensch der Welt war die Französin Jeanne Calment, die 1997 mit 122 Jahren starb.

Aber wie kommt es, dass Menschen so alt werden?

Die durchschnittliche Lebenserwartung des Menschen sei binnen eines Jahrhunderts dank besserer Hygiene, Medikamente und Impfungen bereits deutlich gestiegen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen steigt und steigt.

Eine Studie von Wissenschaftlern des Albert Einstein College of Medicine kam jedoch zu dem Schluss, dass die maximale Lebenserwartung auf 115 Jahre limitiert sei. "Wenn wir die Alterungsprozesse direkt angehen, werden wir die Grenze von 120 überschreiten", ist Cohen überzeugt.

Doch eine reine Verlängerung der Lebensdauer sei nicht erwünscht, sagt der Forscher. Ziel sei es, die gesunde Lebenszeit zu verlängern, betont er. Auch in anderen Ländern leben Menschen heute deutlich länger als noch vor wenigen Jahrzehnten.

Nach Ansicht von James Vaupel, dem Direktor des Max-Planck-Instituts für demographische Forschung in Rostock, basiert Cohens Studie auf "vorsichtiger, gründlicher Forschung". Das Thema der maximalen Lebensspanne sei noch nie so sorgfältig für Menschen und verschiedene Tierarten untersucht worden. "Ich stimme mit Cohens Schlussfolgerungen überein", sagt Vaupel. Er glaube an keine natürliche Obergrenze.

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