Metropolitan Opera suspendiert Stardirigenten nach Missbrauchsvorwürfen

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Der 74-Jährige werde bei keinen Aktivitäten der Oper dabei sein, er werde auch die für diese Saison geplanten Auftritte nicht erfüllen, teilte das weltberühmte Opernhaus auf Twitter mit. Die Met habe entschieden jetzt zu handeln, während man auf die Ergebnisse der Ermittlung warte, die auf neuen Berichten basierten, sagte Met-Geschäftsführer Peter Gelb. Als er 15 Jahre alt war, soll sich Levine erstmals in das Bett des Teenagers gelegt haben und ihn berührt haben. "Wir ermitteln mit Hilfe von Kräften außerhalb unseres Hauses, ob Anschuldigungen des sexuellen Fehlverhaltens in den 1980er Jahren zutreffen, so dass wir angemessene Konsequenzen treffen können". Levine habe ihm jahrelang Geschenke geschickt, bevor er mit den sexuellen Übergriffen begann.

Der Polizei habe das mutmaßliche Opfer gesagt, Levine habe damals vor seinen Augen masturbiert, berichteten die Zeitungen.

Die "New York Times" hatte am Sonntag Einzelheiten aus einem Polizeibericht von 2016 veröffentlicht, der dem Opernhaus im vergangenen Jahr vorgelegt worden war. Außerdem interviewte das Blatt den Mann, der die Vorwürfe erhebt, und sprach mit seinen Familienangehörigen.

In den USA wird seit Wochen eine Debatte über sexuelle Gewalt geführt, die nach dem Vergewaltigungsvorwürfen gegen den Hollywood-Produzenten Weinstein aufgekommen ist.

Levine war 40 Jahre lang Musikdirektor an der Met. 2016 ging er wegen einer Parkinson-Erkrankung in Rente, arbeitete aber dennoch weiter an der Metropolitan Opera.

Laut "New York Times" erklärte sich Levine 2016 auf Nachfrage der Met für nicht schuldig.

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