BMW weist Vorwürfe über mögliche Abgas-Abschalteinrichtung zurück

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Der Autobauer weist die Vorwürfe zurück.

Berlin (ots) - Wir möchten Ihnen aktuelle Abgasmessungen, unter anderem des Emissions-Kontroll-Instituts der Deutschen Umwelthilfe (DUH) vorstellen.

Dass Diesel-Pkw von BMW im realen Betrieb auf der Straße die Abgasgrenzwerte von 80 mg NOx/km in vielen Fällen nicht einhalten, belegen Messungen des Verkehrsministeriums von April 2016 sowie Straßenmessungen der DUH in ihrem Emissions-Kontroll-Institut (EKI).

Bei Überprüfungen der Motorsteuerung auch mit Hilfe externer Experten stellte sich heraus: Die Software war offenbar so programmiert, dass die Abgasrückführung bereits ab einer Drehzahl von 2000 Umdrehungen pro Minute reduziert und ab 3500 Umdrehungen komplett abgeschaltet wird. Das ergibt sich aus den Untersuchungsergebnissen der DUH, die dem "Tagesspiegel" und dem ZDF-Magazin "Wiso" vorliegen. Die Vorwürfe sind für BMW brisant. Diese legen den Verdacht auf Abschalteinrichtung bei einem Unternehmen nahe, das sich in der bisherigen öffentlichen Diskussion als "sauber" dargestellt hat. Wir haben Diesel, die sind sauber.

BMW weist die nun erhobenen Anschuldigungen zurück. BMW erklärte, die Fahrzeuge des Konzerns entsprächen grundsätzlich den gesetzlichen Vorschriften und seien nicht manipuliert. Abschalteinrichtungen sind bekannt, seitdem Volkswagen damit die Abgaswerte von Millionen Dieselautos manipuliert hatte.

"Es gibt bei der BMW Group keinerlei Aktivitäten und technische Vorkehrungen, den Prüfmodus zur Erhebung von Emissionen zu beeinflussen - das heißt, dass unsere Abgas-Systeme sowohl auf dem Prüfstand wie auch in der Praxis aktiv sind", teilte BMW weiter mit.

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