Eine Ära geht zu Ende: Köln feuert Peter Stöger

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Das 2:2 auf Schalke war das letzte Spiel für Peter Stöger mit dem 1. FC Köln. Trotzdem war das 2:2 gegen den S04 wohl Stögers letzte Partie als Trainer. Es war laut Stöger "im Sinne des Klubs und vor allem der Mannschaft, dass jetzt eine Entscheidung getroffen wurde".

Auch für Co-Trainer Manfred Schmid soll Schluss sein. "Für uns war es natürlich auch ein Signal, dass die Fans die Mannschaft immer wieder unterstützen", so Stöger.

Das verlautbaren Präsident Werner Spinner und Geschäftsführer Alexander Wehrle am Sonntag nach einer Krisensitzung bei einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. "Jedes einzige Spiel wird ein Endspiel sein".

Laut Stöger war die Trennung bereits vor dem Spiel fixiert worden.

Köln/Gelsenkirchen. Peter Stöger hat sich nach dem 2:2 auf Schalke emotional von den Kölner Fans verabschiedet. Ihm hat der Club die Rückkehr in die Bundesliga ebenso zu verdanken wie die nach einem Vierteljahrhundert erstmalige Qualifikation für den Europapokal. Dort gelang in der Vorsaison Platz fünf und damit die erste Europacup-Teilnahme des Clubs seit 25 Jahren.

Mit 1634 Arbeitstagen und 168 Pflichtspielen in Folge ist Peter Stöger der dienstälteste Trainer der FC-Historie.

Seit dem Sommer ging es allerdings rapide bergab.

Das sieglose Köln hat nach 14 Runden bloss drei Zähler auf dem Konto. Nach der Niederlage gegen Hertha BSC vor einer Woche (0:2) habe man sich wieder zusammengesetzt. "Und seitdem sind einige Dinge passiert", sagte Wehrle: "Dinge haben sich verändert, auch bei Peter". "Leider ist diese Überzeugung jedoch trotz des positiven Resultats auf Schalke nicht mehr ausreichend vorhanden", so Spinner. "Deshalb halten wir es in der aktuellen Situation für unabdingbar, einen neuen Impuls zu setzen". In der ganzen Stadt klebt dieser Slogan an Litfaßsäulen, an Häuserwänden oder an Straßenbahnen.

Es war - vielleicht ist das ja auch dem Kölner Slogan geschuldet - eine spürbar andere Trennung.

Bisher holte sich der FC bei der Suche nach erfahrenen Nachfolgern nur blaue Augen - sichtbar bei der Posse um die gescheiterte Verpflichtung von Horst Heldt von Hannover 96 und die sehr schnell publik gewordene Anfrage beim Ex-Kölner Fußballer Markus Anfang als neuen Trainer. Der 43-Jährige, als Spieler einst auch für den FC Tirol aktiv, hat Holstein Kiel von der dritten Liga an die spitze der zweiten geführt. Der wich im TV-Sender Sky allen Fragen aus.

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