MÄRKTE-Sanofi nach Verbot von Dengue-Impfstoff unter Druck

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Die Philippinen verbieten den umstrittenen Dengue-Impfstoff Dengvaxia. Die Aktien des französischen Pharmakonzerns rutschten am Dienstag um zwei Prozent auf ein Zehneinhalb-Monats-Tief von 73,57 Euro ab und waren einer der größten Verlierer an Börse in Paris. Die philippinische Gesundheitsbehörde forderte, jeden Fall zu melden, der belege, dass eine Impfung zu einer schweren Erkrankung oder zum Tod geführt habe.

Die Philippinen haben im April vergangenen Jahres die staatliche Impfkampagne für Kinder gestartet. Das Mittel sei für Menschen riskant, die vor der Impfung noch nie an Dengue erkrankt waren.

Reporterin: Patricia Uhlig, redigiert von Christian Götz. In Brasilien, wo das Mittel ebenfalls zugelassen ist, wurde der Einsatz von Dengvaxia bereits beschränkt, aber noch nicht vollkommen untersagt. Sanofi hatte vergangene Woche selbst vor Dengvaxia gewarnt. Nach Schätzungen der WHO gibt es weltweit jährlich 390 Millionen Infektionen mit Dengue-Fieber. Demnach könne bei Patienten, die sich erstmals nach Verabreichung der Vakzine mit dem Erreger infiziert hatten, die Krankheit schwerer verlaufen. Diese Patienten hätten sich mit entsprechender medizinischer Behandlung wieder voll erholt.

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