Mainz-Präsident Kaluza tritt nach Machtkampf zurück

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Der Präsident des Bundesligisten Mainz 05, Johannes Kaluza, ist zurückgetreten. Offiziell heißt es in seinem Brief, die beschlossene Aufwandsentschädigung werde von ihm nicht in Anspruch genommen. Er hoffe, dass dadurch alle Akteure wieder zu mehr Gemeinsamkeit finden.

Kaluza hatte erst im Juni die Nachfolge von Harald Strutz angetreten, war wegen Alleingängen und peinlichen Auftritten in der öffentlichkeit massiv in die Kritik geraten. "Der gute Ruf des 1. FSV Mainz 05 als sympathischer, familiärer Klub darf nicht in Zweifel gezogen werden". In den letzten Wochen war er von Aufsichtsrat und Geschäftsführung komplett isoliert und zum Rücktritt gedrängt worden.

Als Termin für die Neuwahlen gab Mainz 05 den 21. Januar bekannt.

1. FSV Mainz 05 Klubchef Johannes Kaluza tritt zurück
Johannes Klauza ist nicht mehr Klub Chef von Mainz 05

Für die Zeitspanne bis zur Neuwahl des Vereinsvorsitzenden übernehmen Sportvorstand Rouven Schröder und Detlev Höhne als Vertreter des Aufsichtsrates die Arbeit von Kaluza. "Und in einer sportlich angespannten und auch wirtschaftlich herausfordernden Situation unseres Clubs dürfen nicht Nebenkriegsschauplätze in den Mittelpunkt rücken und Kräfte binden, die wir für unseren gemeinsamen Erfolg brauchen".

Rouven Schröder sagt: "Ich respektiere die Entscheidung von Johannes Kaluza, sein Amt niederzulegen".

Der Rücktritt würde ihm schwerfallen, sei aber "unumgänglich", denn, so führte Kaluza aus: "Es darf in unserem Verein nicht das Interesse des Einzelnen, von wem auch immer, über dem Wohl des Vereins stehen. Sein Rücktritt gibt dem Verein die Chance auf einen strukturierten Weg in die Zukunft".

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