Papiermüll in U-Bahn: Wiener Linien klagen "Österreich"

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Der stadteigene U-Bahn-Betreiber fordert von der Mediengruppe "Österreich" insgesamt 241.697 Euro – für Reinigungskosten.

Die zahlreichen zurückgelassenen Ausgaben diverser Zeitungen sorgen täglich für Papiermüll, der Aufwand für das Reinigungspersonal ist dementsprechend groß. Im Gegensatz zum Gratisblatt "Heute" hat sich "Österreich" bisher nicht an der Reinigung beteiligt, weswegen die Wiener Linien die Kosten vor dem Handeslgericht Wien einklagen wollen. Konkret geht es um die Reinigungskosten für drei Jahre inklusive Zinsen. Diese hätten sich auf 241.697 Euro summiert. Das berichtet der "Kurier" am Dienstag.

Zwischen der Mediengruppe Österreich und den Wiener Linien besteht bereits seit 2010 ein kartellgerichtlicher Streit, nun ist die Auseinandersetzung um eine Klage reicher: Laut dem Tagesblatt stehen dem Unternehmen ebenfalls Schadenersatz-Ansprüche in Millionenhöhe zu. Die Zeitung von Wolfgang Fellner wirft den Wiener Linien laut "Kurier" Marktmissbrauch vor, weil es in Wiener U-Bahn-Stationen im Gegensatz zu "Heute" keine Entnahmeboxen aufstellen dürfe.

Das Kartellverfahren ist laut Oberlandesgericht Wien noch nicht abgeschlossen.

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