Personenzug hätte Gleisabschnitt nicht befahren dürfen

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Der Personenzug, der in der Nähe von Düsseldorf auf einen Güterzug prallte, hätte den Gleisabschnitt zum Unglückszeitpunkt nicht befahren dürfen.

Zugleich nahmen Bundespolizei und die Bonner Bundesstelle Ermittlungen zu Ursache und Hergang des Unfalls vom Dienstagabend auf. Warum der Zug, der bei Meerbusch auf einen Güterzug auffuhr, dennoch auf der Strecke unterwegs war, müsse nun geklärt werden. Bei dem Zusammenstoß waren nach Angaben der Bundespolizei etwa 50 Menschen verletzt worden.

Der Lokführer des Regionalzugs verhinderte mit einer Vollbremsung Schlimmeres, so erste Erkenntnisse. Die Fahrtenschreiber beider Züge seien sichergestellt und ausgelesen worden, sagte Sprecher Gerd Münnich. Damit sei die Strecke für den nachfolgenden Verkehr eigentlich gesperrt gewesen.

Auf der Bahnstrecke zwischen Krefeld und Neuss begannen Spezialisten der Deutschen Bahn derweil an der Unfallstelle unweit des Bahnhofs Meerbusch-Osterath mit der Bergung der Unfallzüge. Er konnte gerettet werden, stand aber unter Schock. "Es ist bei solchen Unglücken eigentlich immer im Nachhinein herausgekommen, wo das Problem lag", sagte ein Unternehmenssprecher. Auch Waggons des Güterzugs entgleisten.

Bei dem Unglück verkeilte sich der vordere Wagen des Personenzugs mit dem letzten Waggon des Güterzugs. Die Bahngesellschaft National Express, die den Personenverkehr auf der Strecke betreibt, rechnet nach eigenen Angaben fest mit einer Aufklärung der Unfallursache. Demnach trugen drei Reisende schwere, drei weitere mittelschwere und die übrigen 41 leichte Verletzungen davon. Der habe sich, obwohl selbst deutlich mitgenommen, um die Fahrgäste gekümmert und geholfen, das alles ruhig abgelaufen sei. Auch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wünschte den Verletzten eine "baldige Genesung".

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