VW-Manager Schmidt muss für sieben Jahre in Haft

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Wie ein Sprecher des Bundesgerichts in Detroit mitteilte, wurde gegen Oliver S.am Mittwoch außerdem eine Geldstrafe von 400.000 Dollar verhängt. Schmidt hatte sich schuldig bekannt - sonst hätte ihm womöglich eine noch härtere Strafe gedroht. Schmidts Anwalt David DuMouchel hatte auf eine Gefängnisstrafe von drei Jahren und vier Monaten und eine Geldstrafe von 100 000 Dollar plädiert. "Auf der Toilette des Flughafens von Miami von acht Beamten verhaftet und in Handschellen zu meiner Frau geführt zu werden", beschreibt Schmidt als eines seiner bis dahin "erniedrigendsten Erlebnisse".

Schmidt hatte Ende Juli Kooperationsbereitschaft signalisiert - nachdem er ein halbes Jahr behauptete, nichts von der Abgas-Mogelei gewusst zu haben.

Der VW-Manager befindet sich seit Anfang Januar in den USA in Untersuchungshaft. Den Vorwurf des Überweisungsbetrugs - die schwerwiegendste Beschuldigung gegen Schmidt - hatte die Anklage daraufhin fallen gelassen.

Damit zeigte Richter Cox maximale Härte - das Strafgesetzbuch sieht für die Schmidt zur Last gelegten Verbrechen bis zu sieben Jahre Haft und eine Geldstrafe zwischen 40.000 und 400.000 Dollar vor. Vor Schmidt wurde bereits der VW-Ingenieur James Liang verurteilt, der als Kronzeuge mit den Ermittlern kooperiert hatte.

Während die Ankläger Oliver Schmidt eine führende Rolle bei dem Abgasbetrug zuschreiben, stuft seine Verteidigung die Verantwortung niedriger ein. "Die letzten elf Monate hinter Gittern in den Vereinigten Staaten waren die schwierigste Zeit in meinem Leben", klagte der langjährige Manager vor wenigen Tagen in einem Brief an US-Richter Sean Cox.

Der VW-Manager war von Februar 2012 bis März 2015 Leiter des Umweltbüros von Volkswagen in den USA. Als die Behörden merkten, dass VW betrügt, log Schmidt sie anscheinend über Monate an.

Im Volkswagen-Dieselskandal hat ein Gericht in den USA gegen einen Manager eine mehrjährige Haftstrafe verhängt.

Oliver Schmidt hat einiges hinter sich.

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