Was haltet ihr von der Möglichkeit eines 12-Stunden-Arbeitstages?

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Und schließlich hält es Schieder fast schon für eine Ironie der Geschichte, dass der FPÖ-Obmann Strache in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Kurz erklären musste, wie wichtig Arbeitskräfte aus dem Ausland seien und dass man da Erleichterungen für den Zuzug plant, indem die Rot-Weiß-Rot-Karte "entbürokratisiert" werden soll.

Weitere Maßnahmen, die den Wirtschaftsstandort stärken sollen: Bürokratieabbau und Reduktion von Vorschriften für Unternehmen, Sicherung des Fachkräftebedarfs, praxisgerechte Gestaltung von Arbeitszeitregelungen für Betriebe und Beschäftigte, Sicherung der Unternehmensfinanzierung und Stärkung des Kapitalmarkts sowie Forcieren der Internationalisierung. Am Dienstag fanden "bilaterale Gespräche" innerhalb der Steuerungsgruppe statt, zugleich sollen Kurz und Strache auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen über die Entwicklung der Koalitionsgespräche informiert haben. Weiters ist - bei gleichbleibendem Regelungsregime der Zuschläge - die Anhebung der Höchstgrenze der Arbeitszeit auf 12 Stunden täglich und 60 Stunden wöchentlich vorgesehen. Unter anderem soll die lange Zeit zwischen SPÖ und ÖVP sowie unter den Sozialpartnern höchst umstrittene Arbeitszeitflexibilisierung kommen.

Darüber hinaus ist eine Fachkräfteoffensive und die Stärkung der dualen Berufsausbildung geplant. Von "qualifizierter und gelenkter Zuwanderung" ist die Rede.

Der Bereich der Wirtschaftsförderungen soll evaluiert werden.

Die jüngste Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs zur Öffnung der Ehe für Homosexuelle soll keine negativen Auswirkungen auf eine ÖVP-FPÖ-Koalition haben, beteuerten beide Verhandlungspartner.

Vor dem Verhandlungsort im Wiener Palais Epstein fand sich eine kleine Gruppe von rund 15 Demonstranten der Datenschutzinitiative epicenter.works ein. Sie protestierten gegen die von ÖVP und FPÖ geplante Neuauflage des Überwachungspakets mit Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung von erfassten Auto-Kennzeichen, Videoüberwachung im öffentlichen Raum sowie möglichen Einschränkungen der Grund und Freiheitsrechte.

Hofer ortet im Überwachungspaket ein "Spannungsfeld". Laut Blümel gehe es vor allem darum, die Sicherheit in Österreich zu erhöhen und mit Kriminellen technisch gleichzuziehen. "Die besondere Gemeinheit ist dabei, dass sie uns das als mehr Freiheit verkaufen wollen".

Die Koalitionsverhandlungen bewegen sich nun in Richtung Zielgerade. Zudem machte eine Ministerliste die Runde. Ähnlich Blümel: "Was jedenfalls stimmt: dass Sebastian Kurz Bundeskanzler wird".

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