Die Kunst der Pizzabäcker rückte zum Unesco-Kulturerbe auf

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Laut Definition der Unesco handelt es sich dabei um "Bräuche, Darstellungen, Ausdrucksformen, Wissen und Fertigkeiten - sowie die dazu gehörigen Instrumente, Objekte, Artefakte und kulturellen Räume, die Gemeinschaften, Gruppen und gegebenenfalls Einzelpersonen als Bestandteil ihres Kulturerbes ansehen". Dieser zweite Schweizer Eintrag folgt auf das 2016 eingetragene Winzerfest in Vevey, teilte das Schweizer Bundesamt für Kultur am Donnerstag mit.

Ebenfalls aufgenommen wurden die Tradition des Orgelbaus und der Orgelmusik aus Deutschland sowie die Kunst des neapolitanischen Pizzabäckers. "Die Orgel war schließlich immer ein Hightech-Instrument, das Musiker und Techniker bis heute gemeinsam weiterentwickelt haben". Bundesweit werden etwa 50.000 Orgeln - vor allem in Kirchen und Konzertsälen - von zehntausenden von haupt- und nebenamtlichen Organisten regelmäßig gespielt.

Die Basler Fasnacht ist in der Unesco-Liste aufgenommen worden.

Die UNESCO habe die Basler Kandidatur "als exemplarisch gewürdigt", weil diese die Verwendung des Dialekts zur Vermittlung des immateriellen Kulturerbes besonders hervorhebe.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters würdigte die Aufnahme "dieser großartigen Tradition" in die Liste.

Seit 2003 fördert die Weltkulturorganisation Unesco den Erhalt von Alltagskulturen und -traditionen.

Die UNESCO hat heute die Basler Fasnacht in die Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit eingetragen. Der Konvention zur Erhaltung des immateriellen Kulturerbes sind mittlerweile mehr als 170 Staaten beigetreten, 2013 auch Deutschland. Zunächst muss es eine Tradition ins nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes schaffen. Die Entscheidung wurde bei der Tagung des Unesco-Komitees auf der südkoreanischen Insel Jeju bekanntgegeben. Dazu wählt jedes Bundesland aus den dort eingegangenen Vorschlägen vier aus und übermittelt sie an die Kultusministerkonferenz (KMK).

Im nächsten Schritt können dann Vorschläge für die weltweite Unesco-Liste eingereicht werden. Orgelbau und Orgelmusik gehören seit drei Jahren zur deutschen Liste, die derzeit 68 Kulturformen wie das Hebammenwesen und das Brotbacken umfasst.

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