Gabriel fordert neue US-Politik

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Der geschäftsführende deutsche Außenminister Sigmar Gabriel verlangt von Deutschland und Europa eine neue US-Politik.

"Süddeutschen Zeitung" vorliegenden Manuskript für eine Grundsatzrede, die Gabriel heute beim Berliner Forum Außenpolitik der Körberstiftung halten will. Gabriel zufolge muss Deutschland in Zukunft selbstbewusster seine Interessen vertreten. Die Vereinigten Staaten würden Deutschland ebenfalls womöglich anders als vorher betrachten, "als ein Partner unter vielen". "Das heißt aber auch, dass wir ganz zwangsläufig auch als Wettbewerber wahrgenommen werden", so Gabriel. Notfalls seien "rote Linien" zu ziehen - unter Partnern, aber "an unseren eigenen Interessen orientiert". Wie das Blatt weiter schreibt, würde dies die Kriegsgefahr erhöhen und die nationale Sicherheit betreffen. "In beiden Fällen kann Deutschland es sich nicht leisten, auf Entscheidungen in Washington zu warten oder bloß darauf zu reagieren".

Berlin müsse kühler analysieren, wo Deutschland mit den USA "über Kreuz" liege. Eine selbstständigere USA-Politik müsse entwickelt werden.

Als treibende Kräfte in Europa sieht Gabriel der Zeitung zufolge Deutschland und Frankreich.

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