Innenminister wollen "Prepper" beobachten lassen

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Doch nun wollen die Innenminister von Bund und Ländern diese Szene zum ersten mal auch bundesweit beobachten lassen, wie eine Beschlussvorlage zur Innenministerkonferenz zeigt. Das RND berichtete, der Antrag auf Beobachtung der mutmaßlich rechtsextremistischen Szene werde von Union und SPD gleichermaßen unterstützt. Ende August hatten Sondereinsatzkommandos der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern Wohnungen und Büroräume von sechs Mitgliedern einer Prepper-Gruppe namens "Nordkreuz" mit engen Verbindungen zum Reservistenverband der Bundeswehr durchsucht. Zwei von ihnen wird die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat vorgeworfen. Die Anschuldigungen richten sich hauptsächlich gegen einen Rechtsanwalt und einen Polizeibeamten. Die Innenminister wollen demnach in Erfahrung bringen, ob die Prepper-Szene zur Radikalisierung neigt, wie ihre Bewaffnung ist und welche Bezüge zum politischen Extremismus bestehen.

Es gibt Menschen, die befürchten für die nähere Zukunft Situationen, in denen die Versorgung mit Strom, Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten zusammenbricht. Mecklenburg-Vorpommerns Innenminister Lorenz Caffier (CDU) hat eine Kommission eingesetzt, die die Szene im Nordosten unter die Lupe nehmen soll.

Zu vorläufigen Ergebnissen wollte sich weder die Bundesanwaltschaft noch das Schweriner Innenressort äußern.

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