Jerusalem als Israels Hauptstadt: Merkel "unterstützt US-Haltung nicht"

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Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen, deutlich kritisiert.

Die britische Regierung kritisierte die Entscheidung Trumps als "nicht hilfreich" für die Friedensbemühungen in der Nahost-Region. "Diese Entscheidung verletzt internationales Recht und alle UN-Resolutionen". Die internationale Gemeinschaft will den Status Jerusalems in Friedensverhandlungen klären. "Wir hoffen, dass es ein Schritt hin zu Frieden und Stabilität im Nahen Osten sein wird", sagte WJC-Präsident Ronald Lauder am Mittwoch laut Mitteilung in New York.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßt Trumps Ankündigung und lobt sie als "historisch".

Er habe außerdem das State Department beauftragt, die Vorbereitungen für die Verlegung der amerikanischen Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu beginnen, fügte der Staatschef hinzu.

Nach den Worten von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas könnten die USA nicht länger eine Rolle als Vermittler zwischen den Konfliktparteien spielen. Es rief alle seine Diplomaten dazu auf, von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Israel, Jerusalem und ins Westjordanland vorerst abzusehen. Die jüngste Entscheidung habe jedoch keinen Einfluss auf Amerikas Unterstützung des Friedens zwischen den Israelis und den Palästinensern.

Israels Präsident Reuven Rivlin: "Es gibt kein passenderes oder schöneres Geschenk, jetzt, wo wir uns 70 Jahren Unabhängigkeit des Staates Israel nähern", sagte Rivlin. "Wir fordern alle Palästinenser, Araber und Muslime dazu auf, sich dagegen zu stellen".

Das türkische Außenministerium kündigte unterdessen an, die Entscheidung Trumps werde ausführlich beim Sondergipfel der Organisation für Islamische Kooperation (OIC) besprochen.

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