Lokführer erhielt vor dem Crash den Fahrauftrag

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Wie ein Sprecher der Bundesstelle für Eisenbahn- Unfalluntersuchungen in Bonn mitteilte, hatte der Lokführer des Regionalexpresses einen Fahrauftrag erhalten, obwohl die Strecke noch nicht frei war. Auch technische Ursachen seien nicht ausgeschlossen.

Der Fahrauftrag hebe das Haltesignal auf. "Wir rekonstruieren das Ereignis im Ist-Ablauf".

Inzwischen stehe zudem fest, dass der Güterzug, auf den der Personenzug aufgefahren war, gerade wieder angefahren war. Die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft kündigte eine Stellungnahme an. Weil der Güterzug zuvor das Signal zur Einfahrt in den Bahnhof Meerbusch-Osterath erhalten hatte, wurde der Aufprall aktuellen Erkenntnissen zufolge gemildert. Die Strecke bei Neuss ist weiterhin gesperrt. Bei dem Unfall wurden laut Bundespolizei 50 Menschen verletzt, neun von ihnen schwer. Wegen der Gefahr einer herabhängenden 15.000-Volt-Hochspannungsleitung dauerte die Bergung der mehr als 170 Passagiere, darunter auch der Verletzten, bis in die Nachtstunden. Auch in den Stellwerken seien Informationen gesichert, der Bahnfunkverkehr sei ebenfalls aufgezeichnet worden.

Die Rettungskräfte hatten den Lokführer gelobt. Mit seiner Notbremsung habe er Schlimmeres verhindert.

Beide Züge waren nach Norden in Richtung Krefeld unterwegs, als sie am Dienstag gegen 19.30 Uhr auf offener Strecke kollidierten - der Regional-Express der Linie 7 und der leere Güterzug von DB Cargo, der in Rotterdam beladen werden sollte. Auf der Strecke ist nun für unbestimmte Zeit ein Schienenersatzverkehr eingerichtet.

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