Vierte Amtszeit | Putin will 2018 wieder Präsident werden

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Obwohl Putin seine Kandidatur noch nicht offiziell bestätigte, sehen ihn die Umfragen schon seit Monaten als einen haushohen Favoriten.

"Ich werde meine Kandidatur für den Posten des russischen Präsidenten einreichen", sagte Putin. Wenige Stunden vorher hatte er sich bei einer Jugendveranstaltung noch ausweichend geäußert. Auch der Oppositionspolitiker Alexej Nawalny hat sich um ein Antreten beworben, dessen Bestreben wurde jedoch vom Obersten Gericht wegen einer Vorstrafe aus einem als politisch motiviert geltenden Gerichtsverfahren gestoppt.

Putin war bereits zwischen 2000 und 2008 russischer Staatschef, nach einem Intermezzo als Regierungschef kehrte er 2012 in den Kreml zurück.

Absehbare Gegenkandidaten sind wie bei den vorherigen Wahlen der Rechtspopulist Wladimir Schirinowski, der Kommunistenführer Gennadi Sjuganow und der Liberale Grigori Jawlinski von der Partei Jabloko.

Der genaue Termin der russischen Präsidentschaftswahl muss spätestens bis zum 17. Dezember mitgeteilt werden. Diese Proteste sind nach dem Anschluss der Krim weitgehend verstummt, sodass einer weiteren und - laut derzeitigem Stand - letzten Amtszeit Putins nichts mehr im Wege steht. In dessen Amtszeit wurde die Verfassung dahingehend geändert, dass ein Präsident künftig nur noch alle sechs statt alle vier Jahre gewählt wird.

Alle Gegenkandidaten gelten aber als chancenlos. Zur Zeit droht Putin eher eine niedrigere Wahlbeteiligung: Nach einer Levada-Umfrage sind zur Zeit nur 58 Prozent bereit, im März zur Wahl zu gehen. Von ihnen wollten 67 Prozent Putin ihre Stimme geben.

Seine Kritiker werfen ihm umgekehrt die Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim, zögerliche Reformen in der Wirtschaft sowie einen autoritären innenpolitischen Führungsstil vor.

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