Jeder Zweite erkrankt an Krebs

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Laut Robert-Koch-Institut häufen sich die Krebsfälle in Deutschland. Nach derzeitigem Stand erkrankt jeder zweite Mann und jede zweite Frau im Laufe des Lebens an Krebs. Die Zahl Neuerkrankungen bei Männern habe zwischen 2004 und 2014 um sechs Prozent, bei Frauen um neun Prozent zugenommen. Erarbeitet wird er vom Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) des RKI, das die Daten der Landeskrebsregister auf Bundesebene sammelt, und von der Gesellschaft der Epidemiologischen Krebsregister in Deutschland. Damit nahm die absolute Zahl der Krebsneuerkrankungen zwischen 2004 und 2014 bei Männern um sechs und bei Frauen um neun Prozent zu. Am häufigsten betroffen sind den Angaben zufolge Brustdrüse und Darm bei Frauen und Prostata und Lunge bei Männern. Nach Schätzungen des ZfKD lassen sich derzeit etwa 16 Prozent aller Krebserkrankungen in Deutschland pro Jahr dem Rauchen zuschreiben. Frauen seien am häufigsten von Brustkrebs betroffen, Männer von Prostatakrebs. Insgesamt haben sich die Überlebensaussichten für Krebspatienten in Deutschland "in den letzten 30 Jahren erheblich erhöht", heißt es in dem Report.

Bislang können die bundesweiten Neuerkrankungszahlen nur geschätzt werden, weil noch nicht aus allen Bundesländern flächendeckende, vollzählige Daten übermittelt werden. Der Anteil von Krebs an den Todesursachen in Deutschland ist seit Ende der 90er Jahre ungefähr konstant. Das sei auch ein Hinweis, dass die Erfolge bei der Krebsbekämpfung wesentlich zur Erhöhung der Lebenserwartung um zwei bis drei Jahre in diesem Zeitraum beigetragen haben, teilte das RKI mit. Interessant ist die unterschiedliche Entwicklung bei den Geschlechtern. Bei den den über 65-jährigen Männern ist das Erkrankungsrisiko fast doppelt so hoch wie bei gleichaltrigen Frauen.

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