Stefan Sommer verlässt ZF Friedrichshafen

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Wie ZF Friedrichshafen am Donnerstagabend mitteilte, legt Stefan Sommer sein Amt als Vorstandsvorsitzender mit sofortiger Wirkung nieder. Grund dafür sind Unstimmigkeiten mit den Eignern des Unternehmens.

ZF-Vorstandschef Stefan Sommer hört auf und verlässt das Unternehmen. Um die Zukunft von Sommer hatte es in den vergangenen Tagen viele Spekulationen gegeben.

Wer Sommers Nachfolger werden soll, ist noch nicht klar. Der neue ZF-Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Franz-Josef Paefgen und der Vorstandsvorsitzende Dr. Bis zur Berufung eines Nachfolgers für Sommer übernimmt sein Stellvertreter, Finanzvorstand Konstantin Sauer (58), interimsweise auch die Aufgaben des Vorstandsvorsitzenden. Paefgen: "Einen Nachfolger wird der Aufsichtsrat in Kürze berufen". Zu den Gründen machte ZF keine Angaben. Aus dem Umfeld des Unternehmens hieß es, Behr habe Veränderungen nicht im Wege stehen wollen.

Es ist der Höhepunkt eines Machtkampfs, der sich lange hingezogen hatte und der kürzlich offen ausgebrochen war.

Dem Vernehmen nach herrschte vor allem Uneinigkeit zwischen Sommer und der Stadt Friedrichshafen, deren Oberbürgermeister Andreas Brand für die Zeppelin-Stiftung als Haupteigentümerin von ZF im Aufsichtsrat sitzt. Nach dem Willen der Stiftung soll das Unternehmen künftig 18 Prozent seines Gewinns nach Steuern an sie abführen.

Vorstandschef Sommer hatte zudem in der Vergangenheit eine deutliche Expansionsstrategie vorangetrieben. 2015 übernahm der Autozulieferer beispielsweise den US-Konkurrenten TRW Automotive. Dadurch konnte der Konzern seine bisher von Getrieben und Fahrwerkselementen dominierte Produktpalette unter anderem um Elektronik, Sicherheitstechnik und Sensorik erweitern.

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